Pläne aus seiner Studienzeit
Senior verschenkt Grundstück in Millionenwert
Aktualisiert am 24.06.2026 – 17:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Senior beschäftigt sich seit Jahren mit einer Idee – und setzt sie schließlich um. Der 87-Jährige ist sich sicher: Alles andere würde an Diebstahl grenzen.
Das Grundstück in der Nähe des Münchner Uniklinikums ist etwa zehn Millionen Euro wert – und trotzdem hat es der 87-jährige Besitzer abgegeben, ohne auch nur einen einzigen Euro zu kassieren. Wie Otto Grugger jetzt der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte, beabsichtigt er damit, den extremen Mieten in der Stadt etwas entgegenzusetzen.
Bereits seit dem 14. April gehören die 3.000 Quadratmeter der Stiftung „Daheim im Viertel“. Die Organisation will in München sozial bewirtschafteten Wohnraum schaffen. Laut den Plänen der Stiftung sollen auf dem Grundstück etwa 25 Wohnungen entstehen. Die Miete soll dabei so niedrig bleiben wie möglich.
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Nach der Vorstellung von Grugger entsteht so ein Mehrgenerationenprojekt – auch der Spender und seine Schwester bleiben weiter auf dem Grundstück wohnen. Die neuen Wohnungen sollen vor allem für Menschen mit geringem Einkommen sein: etwa für Studierende oder Pflegekräfte aus dem nahen Krankenhaus. Wie Grugger erklärt, hat er dabei ein Vetorecht und will in die Planung involviert sein.
Millionen-Grundstück verschenkt: Grugger sucht USA-Gefühl
Grugger hat fast sein ganzes Leben auf dem Grundstück gewohnt. Die einzige Ausnahme seien zwei Jahre gewesen, die er in den 1960er-Jahren während seines Studiums in den USA verbracht habe. Wie der Senior der Zeitung erklärt, lernte er in Florida sogenannte Condominiums kennen – Wohnanlagen mit großen Flächen für die Gemeinschaft. Die Atmosphäre dort habe ihn tief beeindruckt.
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Der Großteil des Grundstücks wurde 1932 von Gruggers Vater erworben. Damals hätten sie 3.915 Reichsmark und 34 Reichspfennig bezahlt. Christian Stupka von „Daheim im Viertel“ rechnet vor: Als Gruggers Vater das Stück Land gekauft hatte, lag der Preis etwa bei 4,72 Monatslöhnen von einem durchschnittlichen Facharbeitergehalt.
Stupka fügte hinzu: „Wer eine solche Fläche heute kaufen will, braucht bei 3.500 Euro Monatsgehalt 283 Monatslöhne, oder auch: 23,6 Jahre. Völlig irre.“ Auch Otto Grugger ist ähnlicher Meinung: „Es ist doch an der Grenze des Kriminellen, wenn man verlangen kann, was man will, nur weil Boden nicht vermehrbar ist.“










