Direkt am Rheinufer
Radweg für 1,6 Millionen Euro: Stadt Köln schließt Planungen ab
23.06.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Rheinuferstraße in Köln soll bald teilweise von Rad- statt Autofahrern genutzt werden. Das Projekt hatte sich zuletzt um Monate verzögert.
Die Planungen für eine neue Radspur auf der Kölner Rheinuferstraße sind abgeschlossen. Zwischen dem Malakoffturm bzw. dem Schokoladenmuseum und dem Heumarkt soll künftig ein Fahrstreifen für Autofahrer wegfallen und stattdessen von Radfahrern genutzt werden können. Die entsprechende Vorlage soll bald in den politischen Gremien diskutiert werden, bevor der Rat eine finale Entscheidung fällt.
Ein Stadtsprecher bestätigte die Planungen auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online. Einen genauen Zeitplan gibt es für die weitere Planung allerdings nicht. Monatelang hatte es zunächst auf der rechten Fahrspur, die für den Autoverkehr gesperrt werden soll, einen provisorischen Fahrradstreifen gegeben. Weil der Stadtrat allerdings im November 2025 nicht über den Radweg entscheiden wollte, wurden die Pläne für einen Umbau zunächst verworfen.
Köln: Autospur am Rheinufer soll für neuen Radweg wegfallen
Die Stadt begründete die Entscheidung mit der schwierigen Haushaltslage. Bis zu einem endgültigen Beschluss wurde der provisorische Radweg daher abgebaut. Seitdem tummeln sich Fußgänger und Radfahrer wieder gemeinsam am Rheinufer. Regelmäßig verursacht die Situation Unmut. Unaufmerksame Fußgänger oder zu schnelle Radfahrer erhöhen die Unfallgefahr.
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Die Stadt hält daher an den Plänen fest, einen Teil der Rheinuferstraße zum Radweg umzubauen. Laut des Entwurfs soll das 1,6 Millionen Euro kosten. Teil des Umbaus ist nicht nur die Radspur, sondern auch eine Verbreiterung des Radwegs auf der Straße „Am Leystapel“, sowie die Erneuerung von Ampel im betroffenen Bereich. So soll der Verkehrsfluss für Radfahrer weiter verbessert werden.
Unterdessen hat die Verwaltung noch größere Pläne. In Zukunft soll der Radweg auch durch den Rheinufertunnel führen können. Bei der anstehenden Generalsanierung sollen Teile des Tunnels auch für den Radverkehr freigegeben werden. Dann gäbe es eine durchgängige Radspur vom Malakoffturm bis zum Kölner Hauptbahnhof bzw. zum Breslauer Platz. Ein Stadtsprecher sagte dazu: „Dafür sind allerdings noch zahlreiche verkehrstechnische, tunneltechnische und genehmigungsrechtliche Punkte offen und ungeklärt.“
Für 1,6 Millionen Euro: Köln plant neuen Radweg am Rheinufer
Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Innenstadt hatte zuletzt gefordert, bis zu einer Änderung der Verkehrsführung Fahrbahnmarkierungen für Radfahrer auf dem Abschnitt zwischen Heumarkt und Hohenzollernbrücke anzubringen. Diesen Vorschlag lehnt die Stadt allerdings ab. Ein Sprecher sagte weiter: „Eine reine Trennung des Fuß- und Radverkehrs auf der Promenade durch eine Markierung ist aus Sicht der Verwaltung nicht sinnvoll realisierbar.“











