Unglück wohl bei Sprung ins Becken
Mann bricht in Freibad ein – tot
22.06.2026 – 19:40 UhrLesedauer: 2 Min.
In Bayern dringen fünf junge Männer nachts ins Freibad ein. Plötzlich klingelt bei der Polizei das Telefon: Ein Unglück ist geschehen.
Ein 20 Jahre alter Mann ist nach einem Unfall im Freibad gestorben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden die Beamten am frühen Sonntagmorgen gegen 4 Uhr ins Freibad in Hohenthann nahe Landshut alarmiert.
Eine Gruppe von jungen Männern war nachts über den Zaun ins Bad geklettert. „Wenig später wurde eine Person aus dieser Gruppe offenbar schwer verletzt aus dem Wasser gezogen“, heißt es in der Mitteilung der Beamten. Nach notärztlicher Versorgung vor Ort wurde der junge Mann in eine Klinik gebracht, wo er im Laufe des Tages seinen Verletzungen erlag.
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Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen übernommen. Derzeit liegen laut Polizei keine Hinweise auf ein Verbrechen vor. „Vielmehr ist von einem tragischen Unglücksfall, vermutlich beim Sprung in das Becken, auszugehen.“
Bürgermeisterin: „Alle tief betroffen“
Was genau passiert ist, teilte die Polizei nicht mit. Wie der BR berichtete, alarmierten die jungen Leute die Polizei nach dem Unglück selbst. Es handelte sich um insgesamt fünf Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren. Alkoholeinfluss könnte bei der Aktion „möglicherweise auch eine Rolle spielen“, sagte ein Polizeisprecher, ohne nähere Angaben zu machen.
Das Freibad blieb laut Gemeinde nach dem Unfall am Sonntag geschlossen und wurde erst am Montag wieder geöffnet. „Alle, die den Verstorbenen gekannt haben, sind tief betroffen“, sagte die Bürgermeisterin von Hohenthann, Andrea Weiß.
Schwimmmeisterverband: „Das Risiko sollte niemand eingehen“
Der Chef des bayerischen Landesverbands der Schwimmmeister, Ralf Großmann, sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Fall zeige, „welche erheblichen Gefahren nächtliche Aufenthalte in geschlossenen Freibädern mit sich bringen“. Es gebe keine Badeaufsicht und damit im Ernstfall niemanden, der sofort eingreifen könne. „Kommt es zu einem Sprungunfall, einer Bewusstlosigkeit oder einem anderen medizinischen Notfall, entscheiden oft wenige Minuten darüber, ob ein Mensch gerettet werden kann“, sagte Großmann.
Gerade in Tropennächten würden diese Gefahren häufig unterschätzt, sagte Großmann. „Müdigkeit, Alkohol, Gruppendynamik oder Selbstüberschätzung können dazu führen, dass gefährliche Entscheidungen getroffen werden.“
Dass Freibäder auch bei hohen Temperaturen nachts geschlossen bleiben, diene „in erster Linie dem Schutz von Menschenleben“, betonte Großmann. „Mein Appell lautet deshalb: Ein nächtlicher Ausflug ins Freibad mag harmlos oder aufregend erscheinen. Im Ernstfall ist jedoch niemand vor Ort, der sofort helfen kann. Dieses Risiko sollte niemand eingehen.“










