Die Grünen gingen bei einer Abschaffung der Rente mit 63 mit, sagte Fraktionschefin Katharina Dröge im „Frühstart“ von RTL/ntv. „Gleichzeitig heißt das aber für uns, dass wir diejenigen, die wirklich nicht mehr können, dann auch dabei unterstützen müssen, dass sie leichter früher abschlagsfrei raus können.“
Lob vom Sachverständigenrat
Die Vorsitzende des Sachverständigenrates (SVR), Monika Schnitzer, lobte die Empfehlungen. Viele deckten sich mit denen des SVR von 2023, sagte sie dem „Handelsblatt“. Das gelte für die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung, die Rücknahme der Rente mit 63 und den Aufbau einer kapitalgedeckten Komponente. Sinnvoll sei, die Altersversorgung von Beamten, Selbstständigen und Abgeordneten einzubeziehen. Der Sachverständigenrat ist Deutschlands wichtigstes Beratungsgremium für Wirtschaftspolitik.
Die Reform weise in die richtige Richtung, sagte der „Wirtschaftsweise“ Gabriel Felbermayr dem Deutschlandfunk. Die junge Generation sei jedoch zu stark belastet und das Renteneintrittsalter steige zu langsam. „Die demografische Veränderung im Land führt dazu, dass die jüngere Bevölkerung ohnehin immer stärker belastet werden wird“, sagte Felbermayr. Er bedauere, dass die Beamten weiterhin nicht einzahlen sollten: „Ich denke, um in der Bevölkerung Verständnis für die ja doch durchaus einschneidende Reform zu gewinnen, müsste man sicherstellen, dass alle beitragen. Dazu gehören auch die Beamten.“
Als „total positive Nachricht für die junge Generation“ betrachtet hingegen Annika Klose, sozialpolitische Sprecherin der SPD, das Maßnahmenpaket. Es ermögliche auch jungen Menschen, „eine höhere Rente zu haben, als das aktuell der Fall ist“, sagte Klose im ZDF-„Morgenmagazin“. Denn das Rentenniveau werde für alle steigen: „Ich würde sagen, die Vorschläge in ihrer Gesamtheit liefern das“.
Der Vorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe (CDU), rief die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) zu einer raschen Umsetzung der Vorschläge auf. „Die Regierung sollte den Vorschlägen im Grundsatz folgen. Streit wäre jetzt schlecht für alle – für Rentner, junge Leute und erst recht für die Demokratie“, sagte Hüppe der „Rheinischen Post“ (Montag). Er bezeichnete die Vorschläge als „ausgewogen und maßvoll“.
Kommission tagte 150 Stunden











