Trotz schlechter Umfragewerte
Katherina Reiche schwänzt Tag der offenen Tür im Regierungsviertel
20.06.2026 – 16:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung ist das gesamte Kabinett vertreten – bis auf eine Ausnahme. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche glänzt durch Abwesenheit.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wird nicht am Tag der offenen Tür der Bundesregierung teilnehmen. Das teilte eine Sprecherin ihres Ministeriums dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit.
Demnach könne die Ministerin „dieses Mal terminlich nicht vor Ort sein“. Nähere Angaben zu den Gründen machte das Bundeswirtschaftsministerium nicht.
Reiche steht derzeit auch wegen schwacher Umfragewerte im Fokus. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL hielten zuletzt 75 Prozent der Befragten sie nicht für die richtige Ministerin, um die wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands zu bewältigen. Im Forsa-Politiker-Ranking sank ihr Vertrauenswert demnach von 40 Punkten im Mai 2025 auf 19 Punkte ein Jahr später.
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Staatssekretäre sollen Reiche vertreten
Nach einer Auswertung der Programme der Ministerien ist Reiche das einzige Mitglied des Bundeskabinetts, das bei der zweitägigen Veranstaltung am Wochenende nicht selbst auftritt. Kanzler Friedrich Merz (CDU) sowie die übrigen Ministerinnen und Minister sind nach Angaben ihrer Häuser mindestens an einem der beiden Tage vertreten.
Das Wirtschaftsministerium öffnet dennoch an beiden Tagen seine Türen für Besucher. Nach Angaben des Hauses stehen Beschäftigte aus den Fachabteilungen sowie drei Parlamentarische Staatssekretäre für Gespräche zur Verfügung.
Am Samstag ist Staatssekretär Stefan Rouenhoff (CDU) bei einem Bühnentalk zum Thema Unternehmensförderung angekündigt. Am Sonntag soll Staatssekretärin Gitta Connemann (CDU) an einer weiteren Gesprächsrunde teilnehmen.
Der Tag der offenen Tür der Bundesregierung findet am Samstag und Sonntag im Berliner Regierungsviertel statt. Besucher können dabei das Kanzleramt und die Ministerien besichtigen sowie mit Regierungsvertretern ins Gespräch kommen.










