Liedermacher und Autor wird 90
Mit diesen Promis feiert DDR-Star Wolf Biermann seinen Geburtstag
Aktualisiert am 18.06.2026 – 10:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit Konzerten in Köln, Hamburg und Leipzig zelebriert Wolf Biermann seinen Geburtstag. Dafür hat er prominente Gäste eingeladen.
Zwei Jubiläen fallen in diesem Herbst zusammen: Wolf Biermann wird am 15. November 90 Jahre alt, und am 13. November jährt sich jenes Konzert in der Kölner Sporthalle zum 50. Mal, das sein Leben für immer veränderte. Damals spielte der Liedermacher vor Publikum und wurde anschließend gegen seinen Willen aus der DDR ausgebürgert. Nun plant er gleich drei Festkonzerte, um beide Daten zu begehen.
Wie die Veranstalter laut der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt haben, stehen jetzt auch die prominenten Begleiter fest. In Köln, Hamburg und Leipzig treten neben Biermann unter anderem Ex-Bundespräsident Joachim Gauck, Campino von den Toten Hosen und der Komiker Otto Waalkes auf.
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Unter dem Titel „Warte nicht auf beßre Zeiten!“ tritt Wolf Biermann am 21. Oktober in der Kölner Philharmonie auf, am 3. November folgt ein Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie, und am 20. November gastiert er im Leipziger Gewandhaus. Bei allen drei Veranstaltungen sollen Biermanns politische Lebensleistung sowie sein musikalisches und dichterisches Werk gewürdigt werden.

Die Gästelisten lesen sich je nach Konzertort unterschiedlich. In Köln sind neben Joachim Gauck auch die Moderatorin und Autorin Carmen Thomas, der Schauspieler und Theaterregisseur Burghart Klaußner sowie der Rapper Juse Ju dabei. In Hamburg gesellen sich zu Campino und Otto noch der Schauspieler Gustav Peter Wöhler sowie der Schweizer Schriftsteller und Kabarettist Franz Hohler. Das Konzert in Leipzig bestreitet Biermann gemeinsam mit dem Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, den Musikern Wolfgang Niedecken, Mike Herting und Nora Buschmann sowie der Schauspielerin Barbara Schnitzler.
Kritik an der DDR-Diktatur
Biermann war 1953 im Alter von 16 Jahren von Hamburg in die DDR übergesiedelt und geriet dort schnell in Konflikt mit den Machthabern. Nachdem er dazu aufgerufen hatte, sich die Freiheit zu nehmen, statt auf das Gewähren kleinerer Freiheiten zu warten, belegten ihn die DDR-Behörden zwölf Jahre lang mit einem totalen Auftritts- und Publikumsverbot. Dennoch hielt er an seiner Kritik an der DDR-Diktatur fest. Bücher und Musikaufnahmen, die in den Westen geschmuggelt wurden, machten ihn dort bekannt. „Seine Popularität schützte ihn wesentlich vor einer Verhaftung“, erklärte der Veranstalter.
Nach seiner Ausbürgerung solidarisierten sich Persönlichkeiten wie Yves Montand, Joan Baez und Arthur Miller mit ihm, ebenso zahlreiche DDR-Bürgerinnen und -Bürger.











