Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat begonnen. Und das Turnier bringt gleich ein paar diskussionswürdige Themen mit sich.
Ich war gerade bei einem Kongress in Philadelphia, eine der WM-Gastgeberstädte im Osten der USA. Hier leben viele Menschen aus Ecuador, für das Auftaktspiel gegen die Elfenbeinküste sind weitere Zehntausende angereist. Trotz der Niederlage herrschte dort eine großartige Atmosphäre. Da kam so richtig WM-Stimmung auf – auch wenn bei mir in der Hotelbar am Ende Basketball lief.
Die USA sind mittlerweile in der Weltmeisterschaft angekommen. Gerade an der Ost- und der Westküste ist Fußball sehr beliebt, auch Hollywoodstars schauen sich die Spiele vor Ort an. Dieser Mix aus Sport und Show hat etwas. So kann es weitergehen.
Was ich an den Trinkpausen ändern würde
Gerade wird viel über die Trinkpausen gesprochen, die es einmal pro Halbzeit gibt. Deniz Undav zum Beispiel findet sie gut, Kai Havertz wiederum hielt sie im klimatisierten Stadion in Houston für nicht notwendig. Auch Fans kritisieren sie. Ich habe dazu eine klare Meinung.
Es gibt Orte, wo es kühler oder das Stadion klimatisiert ist, dort sind keine Trinkpausen notwendig. Aber: In Städten wie Miami werden sie einfach gebraucht. Das ist zu Hause vor dem Fernseher nicht so leicht nachzuvollziehen. Da denken wir nur: „Ach, wieder so eine blöde Trinkpause.“ Bei dieser Hitze sind sie für mich ein Muss. Das Geschrei wäre groß, wenn ein Spieler umkippen würde, weil es keine Pause gab.

Allerdings brauchen wir keine dreiminütigen Trinkpausen. 90 Sekunden würden völlig ausreichen. Nicht mal als Torwart mit langem Weg zur Seitenlinie brauchst du drei Minuten.
Was ich auch verstehen kann, ist die Kritik an dem Einfluss der Trinkpause auf den Spielverlauf. Wenn du gerade Druck machst, den Gegner einschnürst und kurz davor bist, ihn einzusacken und das Tor zu schießen, dann ist so eine Pause ein krasser Bruch. Das ist das Undankbarste. Der Gegner kann in der Pause taktische Veränderungen vornehmen und sich etwas befreien. Das verändert das Momentum, keine Frage. Dennoch ist mir die Gesundheit der Spieler an den heißen Spielorten zu wichtig, sie brauchen eine solche Pause einfach.
Das deutsche Gegentor war nicht unhaltbar
Kommen wir zum deutschen Auftaktspiel. Das war insgesamt ein wirklich dominanter und selbstbewusster Auftritt. Auch nach dem 1:1 gegen Curaçao hat die Mannschaft nicht den Eindruck erweckt, als würde sie zweifeln. Die Spieler haben den kurzen Schreck gut weggesteckt, die nicht vorhandenen Ärmel hochgekrempelt und einfach weitergemacht.










