Musik für alle
Berlin feiert Fête de la Musique mit besonderen Auftritten
15.06.2026 – 18:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Am 21. Juni spielen Bands und Künstler an mehr als 200 Orten in der ganzen Stadt – von Kirchengärten bis Clubbühnen, ohne Eintritt. Das Festival macht Berlin selbst zur Bühne.
Am Sonntag, 21. Juni 2026, finden in Berlin Hunderte Konzerte gleichzeitig statt – alle bei freiem Eintritt. Mehr als 200 Spielorte beteiligen sich an der Fête de la Musique, von Kirchengärten in Mahlsdorf bis zu Clubbühnen in Friedrichshain.
Das Programm reicht von Klassik, Jazz und Folk über Hip-Hop und Reggae bis zu Techno. Gespielt wird in Biergärten, Museen, Bibliotheken, Höfen und auf öffentlichen Plätzen – in nahezu allen Berliner Bezirken. Reinickendorf ist in diesem Jahr der Fokusbezirk des Festivals. Die Konzerte beginnen am frühen Nachmittag und laufen bis in die Nacht.
Zur Fête de la Musique am 21. Juni setzt Spandau mit mehreren Programmpunkten besondere Akzente. Im Wildstylepark in Haselhorst startet ab 13 Uhr der neue Kulturort offiziell mit dem „Kick-off – The Réunion of Techno & HipHop“. Die Veranstaltung versteht sich als Hommage an Afrika Bambaataa und rückt die gemeinsamen Wurzeln von Techno und Hip-Hop in den Mittelpunkt.
Kinderchor gibt Debüt
Parallel verwandelt das Wilhelmstadtfest die Wilhelmstraße in eine große Open-Air-Bühne: An mehreren Standorten, darunter Solo Pizza, Café Barfly, Plan B Bar und Cosmo Events, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein breit gefächertes Musikprogramm von Rock, Pop und Jazz über Reggae und R’n’B bis hin zu House und Hip-Hop.
Ebenfalls ab 13 Uhr öffnet das Tricone Studio im Funkhaus Berlin in Oberschöneweide seine Türen. Beim „Open Studio Day“ erhalten Interessierte Einblicke in Musikproduktion, kreative Prozesse und die Arbeit hinter den Kulissen eines professionellen Tonstudios. Damit reicht das Spektrum der Fête de la Musique in Berlin in diesem Jahr von Kiezfesten und Open-Air-Konzerten bis hin zu innovativen Kultur- und Studioprojekten.
Ein besonderes Debüt erwartet die Besucher zudem mit dem Kinderchor Flora der Hans-Werner-Henze-Musikschule in der Florastraße 113. Das Ensemble wurde Anfang 2025 gegründet und vereint Kinder ab sechs Jahren, die sich im Kunsthaus Flora regelmäßig zum gemeinsamen Singen treffen. Unter Federführung der ehemaligen Leiterin des Berliner Kinderchors hat sich innerhalb kurzer Zeit eine lebendige Chorgemeinschaft entwickelt. Bei der Fête de la Musique präsentiert sich der Kinderchor erstmals einem größeren Publikum und möchte zeigen, wie viel musikalisches Talent, Begeisterung und Bühnenfreude in den jungen Sängern steckt.
An diesem Tag soll sich jeder Konzerte leisten können
Kurator Björn Döring beschreibt den sozialen Anspruch des Festivals so: Alle Konzerte fänden bei freiem Eintritt statt, damit sich alle Menschen an diesem Tag die Musik leisten könnten, die sie hören wollten.
Die Fête de la Musique wird jedes Jahr am längsten Tag des Jahres gefeiert und geht auf eine französische Tradition zurück. Die Berliner Ausgabe gilt nach Eigenangabe der Veranstalter als die größte in Europa.











