Streaming im Ausland
Firefox-VPN ohne Limit – für WM-Fans nützlich?
15.06.2026 – 13:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Firefox hebt das Datenlimit seines VPN über den Sommer auf. Für Fußballfans, die die WM im Ausland sehen wollen, ist das nur bedingt hilfreich.
Mozilla hat die Datengrenze für den im Firefox-Browser eingebauten VPN-Dienst über den Sommer aufgehoben und die Länderauswahl erweitert. Die kostenlose Funktion verschlüsselt den Datenverkehr des Browsers und verbirgt die IP-Adresse sowie den Standort des Nutzers. So sollen vor allem Reisende von unterwegs surfen können wie von zu Hause aus, wie das Unternehmen in seinem Blog mitteilt.
Mozilla hat den kostenlosen VPN-Dienst im März eingeführt. Bislang war das Datenvolumen jedoch auf 50 Gigabyte pro Monat begrenzt. Bis zum 31. August entfällt dieses Limit. Bis dahin schaltet Mozilla nach eigenen Angaben 28 Serverstandorte in mehr als 25 Ländern frei. Dazu zählen Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die USA sowie Italien, Spanien, Kanada, Singapur und Neuseeland.
- Browser-Update: Mozilla verpasst Firefox ein neues Aussehen – das ändert sich
- Firefox-Browser: KI entdeckt mehr als 100 Sicherheitslücken
Am 1. September stellt Mozilla den Dienst automatisch auf den alten Stand zurück. Dann gilt wieder die Grenze von 50 Gigabyte, und auch die Auswahl der Serverländer verringert sich wieder auf vier Länder: Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die USA.
Was ist ein VPN?
Ein VPN, kurz für Virtual Private Network, leitet den Datenverkehr über verschlüsselte Server und verbirgt so die IP-Adresse und den Standort. In öffentlichen WLAN-Netzen, etwa an Flughäfen, in Hotels oder Cafés, erschwert es Dritten, den Datenverkehr mitzulesen.
Fußball-WM aus dem Ausland
Für deutsche Urlauber kann das gerade in diesem Sommer nützlich sein. Die Streams von ARD, ZDF und MagentaTV, die die laufende Fußball-WM übertragen, sind im Ausland aus Lizenzgründen oft gesperrt. Wer den Firefox-Standort auf Deutschland setzt, kann versuchen, die Übertragungen auch vom Reiseland aus im Browser zu erreichen.
Garantiert ist das nicht. Einige Streaminganbieter erkennen VPN- und Proxy-Verbindungen und sperren sie, gerade bei Live-Sport. Kostenlose Dienste mit wenigen festen Servern landen dabei besonders schnell auf Sperrlisten.
Gesteuert wird die Funktion über ein Symbol oben rechts in der Symbolleiste des Browsers. Ein Klick darauf öffnet ein kleines Bedienfeld mit einem Schalter, über den sich der Schutz ein- und ausschalten lässt; ist er aktiv, färbt sich die Anzeige grün. Beim ersten Mal ist eine Anmeldung mit einem Mozilla-Konto nötig.
Technisch ein Proxy, kein klassisches VPN
Bereitet eine Webseite mit aktiver Verbindung Probleme, lässt sich der Schutz gezielt für diese Adresse abschalten. Weitere Ausnahmen können Nutzer in den erweiterten Einstellungen festlegen.










