„Viel zu geringe Strafe“
Mallorca: Flugbegleiterin wehrt sich gegen sexuelle Belästigung
11.06.2026 – 15:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Flugpassagier will einer Stewardess einen Kuss aufzwingen. Sie wehrt sich.
Ein Österreicher ist auf Mallorca zu einer Strafzahlung von 360 Euro verurteilt worden, nachdem er eine Flugbegleiterin sexuell belästigt hatte. Der Vorfall trug sich nach einem Bericht der mallorquinischen Tageszeitung „Ultima Hora“ am 3. Juni zu.
Der Mann und dessen Freunde hätten schon während des Flugs nach Palma de Mallorca Flugbegleiterinnen und weibliche Passagiere belästigt, heißt es. Beim Aussteigen habe er sich dann einer der Stewardessen genähert und versucht, sie zu umarmen und zu küssen. Die Frau habe ihn dazu aufgefordert, sie nicht zu berühren, aber er ignorierte dies. „Er umarmte sie zweimal fest und versuchte, sie mit Nachdruck zu küssen. Die Mitarbeiterin sah sich gezwungen, ihn wegzustoßen, um sich aus der Situation zu befreien“, schreibt „Ultima Hora“. Ein anderer Fluggast soll geholfen haben.
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Kurz darauf zeigte die Geschädigte den Mann bei der Guardia Civil im Flughafen an. Anhand der Sitzreihe und einer Beschreibung konnte die Polizei ihn ausfindig machen, heißt es weiter. Die Beamten hätten dazu Fotos einer Überwachungskamera, die die Passagiere beim Aussteigen zeigt, gesichtet. Mithilfe der Passagierliste fanden die Ermittler heraus, dass der mutmaßliche Täter und seine Freunde in einem Hotel in Arenal untergebracht waren. Eine Polizeistreife nahm ihn daraufhin dort fest und überstellte ihn der Justiz.
Vor dem Gericht in Palma gab der Mann den Übergriff zu. In einem Eilverfahren verurteilte ihn der Richter zu einer Geldstrafe in Höhe von 360 Euro. Der Mann verließ die Insel den Angaben zufolge kurz darauf in Richtung Heimat. Im Netz diskutieren die Leser des „Ultima Hora“-Artikels die Höhe der Strafe. „Viel zu geringe Strafe“, schreibt einer. „Die Strafe fiel nicht hoch genug aus“, ein anderer. „Dafür müsste es Einreiseverbot geben“, kommentiert eine Frau.











