Endspiel der French Open
Andreeva krönt sich in Paris – Drama um Qualifikantin
Aktualisiert am 06.06.2026 – 16:52 UhrLesedauer: 6 Min.

Die Russin holt ihren ersten großen Titel. Ihre Gegnerin erlebt derweil ein ganz bitteres Match.
Tennisspielerin Mirra Andrejewa hat den sensationellen Lauf der Qualifikantin Maja Chwalinska gestoppt und das French-Open-Finale bei den Frauen gewonnen. Die 19 Jahre alte Russin setzte sich mit 6:3, 6:2 gegen die krasse Außenseiterin aus Polen durch und feierte ihren ersten Grand-Slam-Titel.
Auf der Tribüne jubelte ihre Trainerin, die spanische Ex-Topspielerin Conchita Martínez, mit. Andrejewa ist die jüngste Siegerin von Roland Garros seit Monica Seles, die 1992 als 18-Jährige ihren dritten Gesamtsieg hintereinander in Paris geholt hatte.
Die 24 Jahre alte Chwalinska verpasste es, als erst zweite Qualifikantin in der Geschichte einen Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Das Kunststück war bislang nur der Britin Emma Raducanu bei den US Open 2021 gelungen.
Für die Polin war aber schon der Finaleinzug ein Riesenerfolg. Mit den 1,4 Millionen Euro als Belohnung für Platz zwei hat sie in Paris doppelt so viel Preisgeld gesammelt wie in ihrer gesamten Karriere zuvor. Die 114. der Tennis-Welt war die am niedrigsten gelistete French-Open-Finalistin seit Einführung der WTA-Weltrangliste. Nach dem Turnier wird sie auf Platz 21 springen.
Das Match zum Nachlesen im Ticker:
Maja Chwalinska – Mirra Andreeva 3:6, 2:6
2. Satz, 3:6, 2:6 – Mirra Andreeva gewinnt die French Open 2026. Wieder einmal wird eine Vorhand von hwalinska vom Winde verweht, und die Russin hat drei Breakbälle. Direkt den ersten verwandelt sie mit einem Rückhand-Cross.
2. Satz, 3:6, 2:5 – Chwalinska durchlebt hier gerade ein Wechselbad der Gefühle. Sie gewinnt einfach keinen einzigen der Ballwechsel, die sie in den vorangegangenen Matches noch für sich entschieden hatte – und holt sich doch das Break! Sie versucht es mit einem Stopp, den Andreeva erläuft, auch auf den folgenden Volley hat die Russin eine Antwort. Es geht noch mal über Gleichstand. Aber da ist die Chwalinska dann plötzlich wieder da, streut einen Stopp ein, der ihre Gegnerin überrascht und verkürzt noch mal.
2. Satz, 3:6, 1:5 – Immerhin: Chwalinska steht nun auch in Satz zwei auf der Anzeigetafel, bringt ihren Aufschlag noch mal durch. Nun kann Andreeva ausservieren.
2. Satz, 3:6, 0:5 – Ein Vorhand-Volley gegen Chwalinskas Laufrichtung, dann landet die Polin mit einer Vorhand im Netz. Andreeva stellt mit einer Rückhand auf 5:0 im zweiten Satz und ist nun nur noch ein Spiel vom Sieg entfernt. Chwalinska ist in diesem Satz das lange Turnier anzumerken, sie spielte schließlich auch noch die Qualifikation und ist damit schon eine gute Woche länger dabei.










