Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP, MDR, Washington Times
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In den USA hat die Wetterüberwachungsbehörde angekündigt, dass das Nordlicht im Norden der USA und Kanadas sichtbar sein könnte, da mit starken geomagnetischen Stürmen zu rechnen sei. Diese könnten in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni auch den Himmel über Deutschland, insbesondere im Norden und an den Küsten, erhellen.
Da für Samstagnacht kaum Bewölkung vorhergesagt wird, stehen die Chancen gut, einen Blick auf das beeindruckende Nordlicht zu erhaschen.
Die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat eine Warnung vor einem geomagnetischen Sturm der Stärke G3 (stark) herausgegeben. Einzelne Phasen können sogar das Niveau G4 (schwer) erreichen. Dadurch soll das Polarlicht in insgesamt 23 US-Bundesstaaten im Nordosten, Mittleren Westen und Westen sichtbar sein, berichtet die Washington Times.
Das letzte Mal, dass spektakuläre Nordlichter über Deutschland sichtbar waren, war im Januar.
Zahlreiche Websites, die Sonnenstürme überwachen, schätzen die Wahrscheinlichkeit derzeit als hoch ein – auch für Norddeutschland.
Geomagnetische Stürme sind Störungen im Erdmagnetfeld, die durch Sonnenaktivität verursacht werden. Sie erzeugen bunte Bänder aus grünem, rotem und violettem Licht. Auf der Nordhalbkugel sind sie als Polarlichter, Nordlichter oder Aurora Borealis bekannt.
Nordlichter lassen sich am besten mit einem Smartphone beobachten
Was ist also der beste Weg, um die beeindruckende Aurora Borealis zu sehen?
Wenn Sie nach Nordlichtern suchen, sollten Sie immer nach Norden blicken.
Und wie Astronomie-Experten erklären, sind die Farben auf einer Kamera oder einem Smartphone oft besser zu erkennen. Smartphones nutzen einen speziellen Nachtmodus und längere Belichtungszeiten. Dadurch können die Kamerasensoren mehr Bildinformationen erfassen, als das menschliche Auge in Echtzeit verarbeiten kann.
Sonnenstürme können gefährlich sein
Die Sonnenstürme, die das farbenfrohe Polarlicht über den Himmel malen, sind Teil eines komplexen Weltraumwettermusters zwischen Erde und Sonne und können durchaus gefährlich werden. Im Jahr 2022 gerieten 40 Satelliten aus Elon Musks Starlink-Netzwerk in einen Sonnensturm und verbrannten.
Noch bevor Sonnenstürme etwas zum Schmelzen bringen, können sie zu Störungen führen – insbesondere bei Navigationssystemen. Im Gespräch mit dem MDR erklärt Experte Jens Berdermann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): „Satelliten können betroffen sein, Stromnetze können betroffen sein. Und Dienstleistungen, auf die wir täglich angewiesen sind, etwa Navigation und Kommunikation. Diese sind für viele Berufe unverzichtbar. Es gibt auch indirekte Auswirkungen: Software, Börsenhandel, medizinische Geräte, die Wirtschaft.“
Allerdings sind Störungen dieser Art noch relativ selten.










