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Home » Lang fordert mehr Gerechtigkeit bei Erbschaftssteuer
Politik

Lang fordert mehr Gerechtigkeit bei Erbschaftssteuer

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 29, 2026
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Lang fordert mehr Gerechtigkeit bei Erbschaftssteuer

Ricarda Lang bei „Illner“

„Reißt euch endlich zusammen!“


29.05.2026 – 03:15 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Ricarda Lang im Bundestag. Sie appellierte bei „Illner“ an die CDU (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

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Bei Illner versucht Thorsten Frei „wüste Debatten“ um Kanzler Merz abzublocken. Ricarda Lang und Julia Friedrichs prangern Privilegien für Superreiche an.

„Reformen in der Krise – verspricht Merz zu viel?“, hatte Maybrit Illner ihre Sendung überschrieben und spielte zur Untermalung die auf 0,5 Prozent halbierte Wachstumsprognose der Wirtschaftsweisen ein. Die erste Viertelstunde verwandte die ZDF-Talkerin dann allerdings darauf, Thorsten Frei mit den Tuscheleien in der CDU über einen möglichen Kanzlertausch zu konfrontieren. Was dran sei an den „wüsten Spekulationen“, fragte sie den Kanzleramtschef in Anspielung auf den als Ersatz gehandelten nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst.

Die Gäste

  • Thorsten Frei (CDU), Kanzleramtschef
  • Ricarda Lang (Grüne), ehemalige Parteivorsitzende
  • Julia Friedrichs, Autorin und Filmemacherin
  • Robin Alexander, Journalist

Frei versuchte abzublocken. Dies sei „eine Debatte, die nirgendwo hinführt“, erklärte er und versicherte: „Die Nerven liegen nirgends blank.“ Er wollte lieber von „einer Phase hoher Anspannung“ sprechen. Wer denn die scharfe Reaktion aus dem „Umfeld“ des Kanzlers verfasst habe, in der „von einer gefährlichen Lust an der Zündelei“ die Rede war,
hakte Illner nach. Etwa gar er, Thorsten Frei? „Nein, um Gottes Willen“, wiegelte der CDU-Mann ab. Die übrigen Gäste in der Runde brachten ihr Unverständnis über die neuerliche Personal- und Selbstbespiegelungsdebatte zum Ausdruck.

„Kommt am Ende der Rasenmäher?“, fragt Illner

Der Journalist Robin Alexander nannte die Replik „aus dem Team Merz“ einen „neuen handwerklichen Fehler“, die ehemalige Grünen-Chefin Ricarda Lang forderte bündig: „Reißt euch endlich zusammen!“ Und die Autorin und Filmemacherin Julia Friedrichs bekundete, sie könne sich „an dieser Soap nicht erfreuen“. Selbstkritisch fügte sie hinzu: „Wir stürzen uns auch drauf.“

Als Maybrit Illner ungerührt auch noch die Prognose des CDU-Abgeordneten Christian von Stetten ansprach, die schwarz-rote Koalition werde keine vier Jahre halten, führte Robin Alexander mildernde Umstände an: Dies sei etwas anderes, weil zumindest inhaltlich begründet, die Kanzlerwechsel-Spekulationen nach einem Jahr Amtszeit dagegen seien eine „Unverschämtheit“.

Zum Inhaltlichen leitete Maybrit Illner dann mit einer Umfrage über, derzufolge eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger grundlegende Reformen für wichtig hält, auch wenn sie zu Belastungen führen. Warum die Politik dann immer noch von Entlastungen spreche, fragte die Moderatorin. „Wir brauchen Entlastungen dort, wo es hilft, Wachstum zu generieren“, erklärte Frei. So gelte es vor allem, die momentan bei rund 42 Prozent liegenden Sozialabgaben zu reduzieren.

„Wir leben über unsere Verhältnisse, kommt am Ende der Rasenmäher?“, wandte sich Illner nun an Julia Friedrichs. Mit diesem Bild wird die pauschale Kürzung aller Subventionen um einen bestimmten Prozentsatz beschrieben. Man müsse erst mal „klar benennen, wer über seine Verhältnisse lebt“, entgegnete die Autorin. Derzeit würden Geringverdiener überproportional belastet, andere Gruppen dagegen großzügiger behandelt: etwa beim Elterngeld und bei den Renten. Zudem dürften Subventionen „nicht mit der Gießkanne“ verteilt werden. Da fiel Maybrit Illner sofort der sogenannte Tankrabatt ein.

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