Börsenwissen
Was ist eigentlich die Nasdaq?
28.05.2026 – 15:34 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Nasdaq ist eine der bekanntesten Börsen der Welt. Die Entwicklung wird aber maßgeblich vom Nasdaq-100 bestimmt. Welche Regeln gelten und warum wenige Konzerne den Takt angeben.
Aktienindizes spielen an der Börse eine wichtige Rolle. Sie zeigen unter anderem die Kursentwicklung an. Ein Beispiel hierfür ist die Nasdaq, in der mehrere Aktien gemeinsam gelistet sind. Was den elektronischen Börsenplatz noch ausmacht, erklärt dieser Artikel.
Die Nasdaq – einer der wichtigsten Aktienindizes
Die Nasdaq steht für National Association of Securities Dealers Automated Quotations. Dabei handelt es sich um eine elektronische Börse beziehungsweise einen Börsenplatz in den USA. Ihr sind verschiedene Aktienindizes zugeordnet:
- Nasdaq Composite: über 3.000 Unternehmen aus dem Technologiesektor
- Nasdaq-100: 100 Aktien aus Nicht-Finanzunternehmen, die Nasdaq-gelistet sind und überwiegend aus den USA stammen
- Nasdaq Biotechnology Index: über 350 Nasdaq-gelistete Unternehmen aus der Biotechnologie- und Pharmaindustrie
- Nasdaq 100 Financial Index: 100 Nasdaq-gelistete Unternehmen aus dem Finanzsektor
Was ist ein Aktienindex?
In einem Aktienindex werden mehrere Aktien zusammengefasst, häufig nach thematischen, regionalen oder Größenkriterien. Es gibt aber auch branchenspezifische Indizes. Der Durchschnittswert dient als Barometer für die Kursentwicklung und zeigt, wie sich ein ausgewählter Teil des Aktienmarktes tendenziell entwickelt. Ein Index steigt, wenn mehr Einzelaktien steigen als sinken.
Oft sind Aktienindizes nach Börsenwert gewichtet. Sehr wertvolle Unternehmen im Index haben dadurch einen größeren Einfluss auf die Index-Entwicklung als kleinere Unternehmen.
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Der bekannteste Index in Deutschland ist der Dax, der deutsche Aktienindex. Er umfasst die 40 größten deutschen Unternehmen. Dazu gehören unter anderem SAP, Siemens, Rheinmetall und BMW.
Was macht den Nasdaq-100 besonders?
Wenn allgemein von der Nasdaq die Rede ist, ist in der Regel der Nasdaq-100 gemeint. Dieser stark technologieorientierte Index listet nur die 100 größten Nicht-Finanzunternehmen – ganz im Gegensatz zur elektronischen Börse Nasdaq, an der über 3.000 verschiedene Unternehmen gelistet sind.
Der Nasdaq-100 setzt den Fokus auf technologische Innovationen und den bewussten Ausschluss von Finanzunternehmen. Zu den bekanntesten Unternehmen zählen unter anderem Apple, Microsoft, Amazon, Nvidia, Meta Platforms, Alphabet und Tesla.
Diese sieben Unternehmen werden auch als „Magnificent 7“ („Mag 7“, zu Deutsch: „glorreiche Sieben“) bezeichnet und gehören zu den wertvollsten, börsennotierten Unternehmen weltweit. Die „Magnificent 7“ gelten als die einflussreichsten US-Technologieunternehmen auf dem globalen Aktienmarkt und sind im Nasdaq-100 nach Marktkapitalisierung gewichtet. Entsprechend bewegt sich dieser Index stark, wenn es bei diesen Unternehmen zu starken Kursschwankungen kommt.
Der Nasdaq-100 wird durch die Listung der „Magnificent 7“ als der bekannteste Index der Nasdaq bezeichnet. Viele Trends – wie der KI-Boom, Cloud-Computing oder Elektromobilität – spiegeln sich direkt in seiner Entwicklung wider.
Im Nasdaq-100 enthalten sind unter anderem auch Unternehmen wie Airbnb, Adobe, Broadcom, Intel, Netflix, PepsiCo, Strategy, Qualcomm, Starbucks und Shopify.










