Weniger Ankömmlinge
Deutsche kehren Kanaren den Rücken
22.05.2026 – 16:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Kanarischen Inseln gehören für Deutsche zu den Traumreisezielen in Europa. Dennoch kamen zuletzt weniger – vor allem auf die windigste der Inseln.
Im April, dem zweiten Monat seit Beginn des Iran-Konflikts, haben die Kanaren einen deutlichen Verlust von mehr als 100.000 ausländischen Touristen verzeichnet. Konkret sank die Zahl der internationalen Besucher auf dem spanischen Archipel im Atlantik im vergangenen Monat um 7,6 Prozent, also um 101.058 Touristen. Damit kamen insgesamt 1,2 Millionen Besucher auf die Inseln, 2025 waren es noch 1,3 Millionen gewesen, wie mehrere lokale Nachrichtenportale berichten.
Besonders stark betroffen ist den Angaben zufolge Fuerteventura im Osten des Archipels. Am Flughafen El Matorral seien im April 2026 spürbar weniger Passagiere angekommen. Insgesamt seien 260.404 Direktfluggäste gezählt worden, das entspreche einem Rückgang von rund 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders deutlich fiel das Minus laut „Teneriffa News“ bei Reisenden aus Deutschland aus. Lediglich 61.803 Passagiere aus der Bundesrepublik landeten demnach im April auf der Kanareninsel. Das seien 11,8 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
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Briten bleiben größte Gästegruppe
Die Briten bleiben die größte Urlaubergruppe, heißt es weiter. Allerdings sei auch ihre Zahl um 6,2 Prozent gesunken. Mit insgesamt 67.118 Reisenden im April bleibt das Vereinigte Königreich aber weiterhin der größte Einzelmarkt für Fuerteventura, so das Nachrichtenportal.
Den auffälligsten Rückgang habe man bei den Franzosen verzeichnet. Nur 6.614 Passagiere aus Frankreich wurden gezählt, das sind 23,2 Prozent weniger als im April des Jahres 2025. Auch polnische und irische Urlauber mit Minuswerten von 17,8 beziehungsweise 2,2 Prozent scheinen die Insel gemieden zu haben.
Welche Inseln gehören zu den Kanaren?
Die Kanarischen Inseln bestehen aus den sieben Hauptinseln Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro. Hinzu kommen kleinere Inseln wie La Graciosa. Jede von ihnen hat ihren eigenen Charakter – von den Dünen Fuerteventuras über die Vulkane Teneriffas bis hin zu den üppig grünen Landschaften La Palmas.
Kleinere Märkte entwickelten sich hingegen positiv. So scheinen die Finnen Fuerteventura für sich entdeckt zu haben. In diesem Frühjahr kamen fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor, schreibt „Teneriffa News“. Auch Schweden (plus 24,2 Prozent) und Tschechen (16,2 Prozent) kommen mit offenbar wachsender Begeisterung.
Dass ausgerechnet Deutsche und Briten ausbleiben, müsse als Alarmsignal gesehen werden, schreibt das Portal cecapyme.org. Das Tourismusamt von Fuerteventura habe deshalb bereits angekündigt, die Maßnahmen zur Tourismuswerbung zu verstärken und mehr Flugverbindungen anzustreben.











