Homophober Angriff in Hamburg?
Mann über App in Hinterhalt gelockt – Täter flüchtig
21.05.2026 – 04:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein 19-Jähriger wird in Hamburg-Neugraben nach einer App-Verabredung angegriffen. Die Polizei geht von einem möglichen homophoben Hintergrund aus.
Ein 19-jähriger Mann ist in Hamburg einem mutmaßlich homophoben Angriff zum Opfer gefallen; er wurde über eine Dating-App in einen Hinterhalt gelockt. Die Polizei sucht nun Zeugen und fahndet nach den Tätern.
In der Nacht zum Samstag (16. Mai) hatte sich der junge Mann über eine App mit einem Unbekannten verabredet. Der brachte ihn vom Treffpunkt an der Ecke Am Aschenland/Geutensweg im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek zu einem nahegelegenen Feldweg, wo bereits eine Gruppe von etwa fünf Männern auf ihn wartete.
19-Jähriger kann während des Angriffs mit eigenem Auto flüchten
Als der 19-Jährige merkte, dass er in der Falle saß, und zurück zu seinem Auto wollte, gingen mindestens zwei der Männer sofort auf ihn los – mit Schlägen und Tritten. Einer hatte einen schlagstockähnlichen Gegenstand dabei.
Nur ein vorbeifahrendes Auto rettete ihn: Die Angreifer ließen kurz von ihm ab, der 19-Jährige rannte zu seinem Wagen und fuhr davon. Doch damit war es noch nicht vorbei: Ein grauer oder silberfarbener VW Polo zog neben ihn; aus dem Wagen heraus wurde eine Scheibe seines Autos beschädigt. Dann verschwanden die Täter: einige in dem Polo Richtung Cuxhavener Straße, andere auf einem E-Scooter, weitere zu Fuß.
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Der 19-Jährige kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Die Polizei fahndete noch in der Nacht mit mehreren Streifenwagen, allerdings ohne Erfolg.
Polizei sucht nach Zeugen
Wegen des mutmaßlich homophoben Hintergrunds ermittelt nun der Staatsschutz. Die Täter sind alle etwa 16 bis 20 Jahre alt, zwischen 1,70 und 1,85 Meter groß und werden als „südländisch“ aussehend beschrieben. Einer von ihnen trug einen auffälligen Ziegenbart.
Wer etwas gesehen hat oder Hinweise zu den Tätern geben kann, erreicht die Polizei Hamburg unter 040/4286-56789 oder bei jeder Polizeidienststelle.










