„Olga“ packt im Block-Prozess aus
„Christina sagte, wir sollten weitermachen“
20.05.2026 – 12:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie tritt im Block-Prozess als Schlüsselfigur auf – mit mehreren Identitäten und eng vernetzt im Umfeld der mutmaßlichen Entführung: Nun legt Keren T. ihre Version vor Gericht dar.
Olga, Doris White, Keren T.: Sie hat viele Namen und spielt eine wichtige Rolle im Prozess rund um Christina Block. Der Hamburger Steakhaus-Erbin wird vorgeworfen, die Entführung ihrer beiden bei ihrem Ex-Mann Stephan Hensel lebenden Kinder in Auftrag gegeben zu haben. Sie selbst bestreitet die Vorwürfe.
Keren T. soll laut Staatsanwaltschaft an der Entführung beteiligt gewesen sein. Sie gilt nicht nur als enge Vertraute des Chefs jener Sicherheitsfirma, die die Entführung organisiert haben soll. Block beschrieb Keren T. auch als Bezugsperson. Jetzt spricht die vermeintliche Freundin.
Sie war Doris White im Grand Elysée
Keren T. erschien am Donnerstag pünktlich vor dem Landgericht in Hamburg. Die 51-Jährige kündigte zu Beginn an, aussagen zu wollen. Auf Anregung von Richterin Isabel Hildebrandt schilderte sie zunächst in eigenen Worten, was ihr wichtig sei.
Die nach eigenen Angaben heutige Managerin eines Start-ups berichtete von einem Treffen in Tel Aviv. Laut Angaben der „Mopo“ war bei diesem Treffen auch David B. – der Chef der Sicherheitsfirma Cyper Cupula Operations GmbH – dabei. Das Unternehmen soll nach Ermittlerangaben damit beauftragt worden sein, die beiden Kinder aus der Obhut ihres Vaters nach Deutschland zu bringen.

Um ihrer Aufgabe nachzugehen, wurden Keren T. und weitere Mitarbeiter der Sicherheitsfirma auf Vorschlag des mitangeklagten Familienanwalts Andreas C. im Hotel Grand Elysée untergebracht. Keren T. berichtete, dass sie unter dem Pseudonym Doris White eincheckte.
Von da an soll sie Christina Block in zahlreichen Angelegenheiten unterstützt haben, wie sie laut mehreren Medienberichten schilderte. Ihr Ziel sei gewesen, den Kontakt zwischen Block und ihren Kindern wiederherzustellen. Hensel habe die Kinder von Block vollständig „abgeschottet“ wird Keren T. von „stern.de“ zitiert.
„Bringt die Kinder zurück nach Deutschland!“
„Die Kinder wurden einfach von allem abgeschnitten. Wir haben das nicht verstanden, warum man die Kinder von den Großeltern abschneidet, von ihren Freunden“, fuhr Keren T. mit ihrer Erklärung vor Gericht fort, wie die „Mopo“ berichtet.
Nach mehreren gescheiterten Versuchen, den Kontakt zwischen Block und ihren Kindern herzustellen, sei der Hamburger Steakhaus-Kettenbesitzer und Vater Blocks, Eugen Block, deutlich geworden. Er habe unter dem fehlenden Kontakt zu seinen Enkelkindern gelitten, führt Keren T. laut „stern.de“ aus. So habe er im April 2023 gegenüber David B. gefordert: „Bringt die Kinder zurück nach Deutschland!“











