Österreich erlebte am Samstag erneute Proteste gegen die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest, als sich Stunden vor dem großen Finale 2026 mehrere hundert Demonstranten in der Nähe der Wiener Stadthalle versammelten.
Organisatoren und Redner des Protests sprachen auf einem nahegelegenen Platz zu den Unterstützern, bevor Demonstranten mit palästinensischen Flaggen und Transparenten auf die Arena zugingen, die durch Polizeiabsperrungen und Patrouillen gesichert war.
Die Demonstration spiegelte die anhaltenden Spannungen rund um den Wettbewerb wider, der nun im dritten Jahr in Folge mit Kontroversen im Zusammenhang mit dem Krieg in Gaza und der weiteren regionalen Instabilität konfrontiert ist. Die österreichischen Behörden hielten die Straßen rund um den Veranstaltungsort offen und überwachten gleichzeitig den Marsch durch die Hauptstadt genau. Während der gesamten Eurovisionswoche wurde die Sicherheit durch den Einsatz von Polizeibeamten aus ganz Österreich und zusätzlicher Unterstützung aus dem benachbarten Deutschland verstärkt.
Die 70. Ausgabe des Eurovision Song Contest, bei der am 12. und 14. Mai vor dem Finale am Samstag Halbfinals ausgetragen wurden, war von scharfen politischen Spaltungen unter den teilnehmenden Sendern geprägt. Spanien, Irland, Island, Slowenien und die Niederlande boykottierten den diesjährigen Wettbewerb aus Protest gegen die Aufnahme Israels, nachdem die Europäische Rundfunkunion die Suspendierung des israelischen Senders KAN abgelehnt hatte.
Trotz der Spannungen blieben die Proteste in Wien kleiner als bei den Eurovision-Veranstaltungen in Malmö im Jahr 2024 und Basel im Jahr 2025.










