Haltbar machen und wieder auftauen
Darf ich Aufschnitt in der Verpackung einfrieren?
Aktualisiert am 15.05.2026 – 11:23 UhrLesedauer: 3 Min.
Wurst einzufrieren ist eine ausgezeichnete Methode, um sie länger haltbar zu machen und gleichzeitig Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Doch kann man wirklich jede Wurstsorte einfrieren?
Es ist ein gutes Gefühl, Lebensmittel nicht wegwerfen zu müssen. Gerade bei Aufschnitt, Schinken oder Käse bleibt im Alltag oft etwas übrig – sei es nach dem Frühstück, einer Brotzeit mit der ganzen Familie oder weil die Packung einfach zu groß war. Wer diese Produkte einfriert, verlängert nicht nur die Haltbarkeit, sondern sorgt auch dafür, stets einen kleinen Vorrat im Tiefkühlschrank zu haben.
Viele Wurst- und Käsesorten lassen sich problemlos einfrieren und später wieder genießen, wenn man dabei einige wichtige Dinge beachtet.
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Welche Wurstsorten eignen sich besonders gut zum Einfrieren?
Grundsätzlich gilt: Viele Sorten Wurst lassen sich gut einfrieren und schmecken auch nach dem Auftauen noch sehr gut.
- Besonders geeignet sind Salami, Schinken oder Kochschinken. Sie behalten auch nach dem Auftauen meist ihre Konsistenz und ihr Aroma.
- Ebenfalls problemlos einfrieren lassen sich Bierwurst, Lyoner oder anderer klassischer Aufschnitt – auch wenn diese Sorten nach dem Auftauen etwas Feuchtigkeit verlieren können.
- Auch geräucherte Wurst wie Mettwurst, Kaminwurzen oder Schinkenwurst lässt sich in vielen Fällen gut einfrieren. Die Räucherung sorgt zusätzlich für Haltbarkeit.
- Bratwürste können ebenfalls eingefroren werden, sollten aber besonders gut verpackt sein, damit sie nicht austrocknen.

Welche Wurstsorten sollte man besser nicht einfrieren?
Empfindlicher reagieren streichfähige oder sehr weiche Wurstsorten. Leberwurst kann nach dem Auftauen körnig oder bröckelig werden. Blutwurst verliert häufig an Konsistenz und wirkt mitunter weich oder leicht schmierig. Wer diese Produkte einfrieren möchte, sollte sie möglichst bald nach dem Auftauen verbrauchen.
Darf man Aufschnitt in der Originalverpackung einfrieren?
Beim Einfrieren kommt es vor allem auf die richtige Verpackung an. Experten empfehlen, Scheibenwurst möglichst nicht dauerhaft in der Originalverpackung einzufrieren. Viele Einwegverpackungen sind lediglich für die Lagerung im Kühlschrank gedacht. Durch das Einfrieren und spätere Auftauen können sich die Materialeigenschaften verändern.
Besser ist es daher, die Wurst aus der Verpackung zu nehmen und luftdicht in Gefrierbeuteln oder geeigneten Gefrierbehältern aufzubewahren. Wichtig ist, möglichst wenig Luft einzuschließen, damit kein Gefrierbrand entsteht.

Hat Gefrierbrand etwas mit Feuer zu tun?
Gefrierbrand bezeichnet ausgetrocknete Randschichten an gefrorenen Lebensmitteln, die meist weißlich, grau oder bräunlich verfärbt sind. Trotz des Namens hat dies nichts mit Hitze zu tun, sondern ist das Ergebnis von Wasserverlust. Häufige Ursachen sind undichte Verpackungen (oder ungeeignete wie Pergamentpapier) sowie starke Temperaturschwankungen im Gefrierschrank. Gefrierbrand ist nicht gesundheitsschädlich, Keime vermehren sich dort nicht. Allerdings leidet die Qualität.
Wie friert man Aufschnitt am besten portionsweise ein?
Praktisch ist es, den Aufschnitt vorab in kleinere Portionen aufzuteilen. Wer einzelne Scheiben einfriert, kann diese mit etwas Folie oder Backpapier voneinander trennen. So lässt sich später genau die Menge auftauen, die tatsächlich benötigt wird.
Außerdem empfiehlt es sich, die Verpackungen mit einem Datum zu beschriften. So behält man den Überblick darüber, wie lange die Produkte bereits eingefroren sind.











