Während der Ferienzeit
Bauarbeiten: Neues Nadelöhr am Brenner
12.05.2026 – 10:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Brenner gilt schon auf der Straße als Nadelöhr Richtung Italien. Ab Juli kommen nun auch auf der Bahnstrecke größere Einschränkungen hinzu.
Der Brenner gehört zu den wichtigsten Verkehrsachsen in Richtung Süden. Während Autofahrer dort regelmäßig im Stau stehen, müssen sich nun auch Bahnreisende auf Einschränkungen einstellen: Ab Juli wird die Brennerbahnstrecke abschnittsweise gesperrt.
Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf den Schienennetzbetreiber RFI berichtet, sind umfangreiche Modernisierungs- und Wartungsarbeiten entlang der Strecke geplant. Betroffen sind Abschnitte in Trentino-Südtirol sowie im angrenzenden Venetien. Nach Angaben von RFI sollen die Arbeiten die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs verbessern.
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Die größte Einschränkung betrifft den Abschnitt zwischen Brixen und dem Brenner. Dort wird die Strecke vom 18. Juli bis zum 2. August vollständig gesperrt. In dieser Zeit sollen unter anderem Gleise und Weichen erneuert werden.
Am Bahnhof Sterzing werden laut RFI rund 650 Meter Gleis am ersten Bahnsteig ausgetauscht. Am Bahnhof Brenner sind die Erneuerung von zehn Weichen sowie Arbeiten an rund 300 Metern Gleis geplant. Außerdem sollen dort Oberleitungen sowie Sicherungs- und Signalanlagen angepasst werden. Weitere Arbeiten sind in den Bahnhöfen Brenner, Sterzing, Grasstein, Bozen und Brennerbad vorgesehen.
Wichtige Verbindung
Die Brennerbahn ist Teil einer der wichtigsten Bahnverbindungen zwischen Deutschland und Italien. Sie verbindet München über Innsbruck mit Verona auf dem kürzesten Weg.
Tunnelmodernisierungen und Beleuchtung
Auch Tunnel und Bahnsteige werden modernisiert. Im Tunnel bei Pflersch sollen sicherheitstechnische Anlagen überarbeitet werden. In Sterzing ist zudem ein neuer Aufzug zum zweiten Bahnsteig geplant, um den Bahnhof barrierefrei auszubauen.
Am Bahnhof Brenner sollen außerdem Teile des zweiten Bahnsteigs neu gepflastert werden. Geplant sind dort auch neue Beleuchtungselemente an mehreren Bahnsteigen. In Vahrn werden bestehende Gleise verlegt. Die Arbeiten gelten als Vorbereitung für den künftigen Anschluss der sogenannten Riggertalschleife.
Keine Informationen für Reisende
Weitere Einschränkungen sind südlich von Trient geplant. Vom 20. bis zum 27. Juli wird die Strecke zwischen Peri und der Abzweigung San Massimo gesperrt. Dort sollen vier Weichen und rund 250 Meter Gleis erneuert werden. Auch an Oberleitungen und Signalanlagen sind Arbeiten vorgesehen.
Darüber hinaus werden in den Bahnhöfen Peri und Domegliara Weichen instand gesetzt. An den Stationen Dolcè und Bivio San Massimo sollen Bahnsteige umgebaut werden. Angaben zu möglichen Ersatzverbindungen machte RFI zunächst nicht. Sie sollen zeitnah in den Fahrplan eingearbeitet werden.
Vom 2. bis 16. August gibt es zudem im Abschnitt Verona-Vicenza Bauarbeiten, daher kommt es zu Umleitungen und Schienenersatzverkehr.
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