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Home » Forscher machen rätselhaften Fund – 81 Jahre nach Atombombentest
Panorama

Forscher machen rätselhaften Fund – 81 Jahre nach Atombombentest

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 12, 2026
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Forscher machen rätselhaften Fund – 81 Jahre nach Atombombentest

„Bisher noch nie beobachtet“

Rätselhafter Fund – 81 Jahre nach Atombombentest


12.05.2026 – 18:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Feuerball nach dem ersten Atombombentest 1945 in New Mexiko (Archivbild): In den Überresten machten Forscher jetzt einen Fund. (Quelle: via www.imago-images.de/imago-images-bilder)

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Forscher nehmen Überreste des ersten Atombombentests von 1945 unter die Lupe. Was sie entdecken, hat Seltenheitswert.

Vor 81 Jahren, am 16. Juli 1945, wurde nahe der Stadt Alamogordo im US-Bundesstaat New Mexico der erste Atombombentest der Welt durchgeführt. Durch die Explosion der Plutonium-Implosionsbombe entstand in der Wüste ein drei Meter tiefer und 330 Meter breiter Krater, die Hitze ließ den Sand zu einer Art Glas schmelzen. In genau diesen Überresten, dem sogenannten Trinitit, haben Forscher nun einen überraschenden Fund gemacht. Die Studie wurde am Montag im Fachmagazin „PNAS“ veröffentlicht.

Demnach konnte das Forscherteam um den italienischen Mineralogen Luca Bindi von der Universität Florenz ein sogenanntes Clathrat identifizieren. Dabei handelt es sich laut dem Magazin „Futurezone“ um ein käfigförmiges chemisches Geflecht, das andere Atome im Inneren festhält. Der Käfig bestehe aus 12- und 14-seitigen Silizium-Strukturen, in denen sich Kalzium-, Kupfer- oder auch Eisenatome befänden.

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Atombombe: „Völlig neue Art von Clathratkristall“ entdeckt

Unter normalen Bedingungen, berichtete der „Spiegel“, sei das Clathrat nicht stabil, es würde einfach auseinanderfallen. Doch unter den extremen Bedingungen des Atombombentests habe es sich zu einer stabilen Verbindung transformiert.

„Es handelt sich um eine völlig neue Art von Clathratkristall – etwas, das weder in der Natur noch in den Produkten einer nuklearen Explosion bisher beobachtet wurde“, sagte Bindi dem US-Magazin „Scientific American“.

Hiroshima und Nagasaki: Hunderttausende starben

Während der Explosion der Bombe im Jahr 1945 seien Temperaturen von 1.500 Grad Celsius erreicht worden. „Das alles geschah innerhalb von Sekundenbruchteilen, sodass die Atome keine Zeit hatten, sich in stabilen Strukturen anzuordnen. Dadurch entstanden ungewöhnliche Nichtgleichgewichtsmaterialien wie dieses“, erklärte Bindi.

Wenige Wochen nach dem Atombombentest kam es zu den ersten und bislang einzigen Atombombenabwürfen in einem Krieg: Durch die von US-Streitkräften ausgelösten Atomkatastrophen von Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August starben unmittelbar rund 100.000 Menschen. Weitere rund 130.000 Menschen starben bis Ende 1945 an den Folgen.

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