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Home » Wut gegen Schaffnerin – Rassismus-Vorfall in Regionalzug Brandenburg
Panorama

Wut gegen Schaffnerin – Rassismus-Vorfall in Regionalzug Brandenburg

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 12, 2026
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Wut gegen Schaffnerin – Rassismus-Vorfall in Regionalzug Brandenburg

„Bin einfach nur fassungslos“

Schaffnerin in Regionalzug löst Wut-Welle aus


Aktualisiert am 12.05.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Autorin Jana Heinicke in einem Regionalzug in Brandenburg: Zwei Frauen sollen Opfer eines rassistischen Übergriffs geworden sein. (Quelle: Instagram/@janaheinicke_)

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Schlimme Szenen in einem Regionalzug: Ein Mann soll Frauen rassistisch beleidigt haben. Was eine Schaffnerin dann tut, löst eine gewaltige Welle der Empörung aus.

Ein Vorfall in einem Regionalzug in Brandenburg von Anfang Mai bringt die Deutsche Bahn in Erklärungsnot – und hat eine Debatte über Zivilcourage und Engagement gegen Rassismus entfacht. Ein Mann soll zwei Frauen mit Kopftuch rassistisch beleidigt haben. Die Schaffnerin soll sich aber geweigert haben, den Täter des Zuges zu verweisen oder die Polizei zu rufen.

Die Autorin Jana Heinicke hatte den Fall per Video auf Instagram öffentlich gemacht und es mit den Worten beschrieben: „Schaffnerin weigert sich, Polizei zu alarmieren.“ „Er hat gesagt, die Frauen sollen nach Auschwitz“, sagt Heinicke in dem Video offenbar zur Zugbegleiterin. Zu hören ist auch, wie die Zugbegleiterin sagt, der Zug würde dann eine Stunde Verspätung ansammeln, wenn sie die Polizei riefe. „Die Leute wollen sicherlich alle nach Hause“, sagt die Schaffnerin.

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Heinicke schrieb zu dem Video: „Ich bin nicht erstaunt. Aber schockiert. Dass wir wirklich an dem Punkt sind, an dem sich eine Schaffnerin in einem vollen Zug, ohne mit der Wimper zu zucken, mit Nazis solidarisiert.“

Das Video sammelte binnen weniger Tage mehr als 175.000 Likes, Tausende Menschen machten ihrem Unmut in den Kommentaren Luft. Ein Nutzer schrieb etwa: „Ich sitze seit 10 Minuten vor diesem Reel und bin einfach nur fassungslos.“ Und ein anderer wandte sich direkt an die Deutsche Bahn und fragte: „Ist das euer Ernst? Da macht eure Mitarbeiterin mit Nazis zusammen Front gegen eine Frau, die sich mutig wehrt? Und schiebt ihr die Verantwortung zu? Nein!“

Rassismus in Regionalzug: Bahn reagiert

Am Dienstag äußerte sich ein Bahnsprecher, nachdem der Unternehmensaccount bereits das Video auf Instagram kommentiert hatte. Er sagte: „Mit Jana Heinicke haben wir persönlich Kontakt aufgenommen und danken ihr ausdrücklich dafür, dass sie in diesem Moment Zivilcourage gezeigt hat.“ Der Vorfall werde derzeit intern aufgearbeitet. „Im Fokus steht das Verhalten der Zugbegleiterin“, heißt es.

Heinicke rief schließlich selbst die Polizei. Eine Sprecherin der Direktion in Neuruppin bestätigte t-online, dass der mutmaßliche Täter am Bahnhof der 31.000-Einwohner-Stadt aus dem Zug geholt wurde. Seine Personalien seien aufgenommen worden, und ein Verfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung laufe. Es handelt sich der Sprecherin zufolge um einen 72-Jährigen aus Neuruppin. Sein Begleiter werde als Zeuge geführt, genau wie die Zugbegleiterin.

Ermittlungen gegen die Schaffnerin selbst laufen laut Polizei derzeit nicht. Die Sprecherin wies aber darauf hin, dass sich das – bei einem entsprechenden Anfangsverdacht – im Laufe des Verfahrens grundsätzlich noch ändern könne. Die beiden betroffenen Frauen hingegen hätten den aus Berlin kommenden Zug schon vor dem Halt in Neuruppin an einem anderen Bahnhof verlassen. Zu ihnen bestehe kein Kontakt.

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