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Home » 130 Beamte durchsuchen 50 Beschäftigte
Deutschland

130 Beamte durchsuchen 50 Beschäftigte

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 8, 2026
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130 Beamte durchsuchen 50 Beschäftigte

Betrugsverdacht bei Kuffler

Bares kassiert, nichts gebucht – Razzia im Spatenhaus

08.05.2026 – 07:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Das Spatenhaus an der Oper in München (Archivbild). Die Räume wurden am Donnerstag untersucht. Der Verdacht richtet sich gegen die eigenen Mitarbeiter. (Quelle: xanneczichosx via imago-images.d/imago)

130 Beamte durchsuchten Wohnungen und Spinde von 50 Beschäftigten des Restaurants Spatenhaus an der Oper. Die Vorwürfe gegen Mitarbeiter wiegen schwer.

Die Polizei in München hat am Donnerstag (7. Mai) Durchsuchungen beim Personal des Spatenhauses an der Oper durchgeführt. Rund 130 Beamte vollstreckten Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts München bei 50 Beschäftigten, überwiegend in Privatwohnungen, in einigen Fällen in Spinden am Arbeitsplatz. Den Verdächtigen wird schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen, wie die Polizei bestätigt.

Der Vorwurf: Teile der Belegschaft sollen Speisen und Getränke zwar serviert, die Barzahlungen der Gäste aber nicht ordnungsgemäß verbucht und stattdessen einbehalten haben. Kartenzahlungen seien nicht betroffen gewesen, Gäste des Restaurants seien nicht geschädigt worden. Teilweise sollen auch Lebensmittel des Betriebs entwendet worden sein. Ob hinter den Taten eine feste Struktur mit klarer Hierarchie stand, ist nach Polizeiangaben noch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Das Polizeipräsidium schätzt, dass sie sich möglicherweise im sechsstelligen Bereich bewegen könnte. Auch die Kuffler-Gruppe als Betreiberin hält offen, ob der Schaden überhaupt abschließend festgestellt werden kann.

Das für Eigentumsdelikte mit Bandenbezug zuständige Kommissariat 51 der Münchner Kriminalpolizei ermittelt nach eigenen Angaben seit März 2025. Damals hatte sich die Kuffler-Gruppe an die Polizei gewandt, nachdem die Erträge des Restaurants nach der Corona-Pandemie nicht gestiegen waren und Unstimmigkeiten bei der Verbuchung aufgefallen waren. Die Staatsanwaltschaft München I beantragte daraufhin die Durchsuchungsbeschlüsse beim zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts München.

Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten vor allem digitale Speichermedien, Handys, Laptops und Bargeld sicher. 44 der angetroffenen Verdächtigen wurden vernommen und anschließend entlassen. Eine Person wurde vorläufig festgenommen und einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Ermittelt wird gegen 45 Männer und fünf Frauen im Alter zwischen 25 und 69 Jahren.

Stephan Kuffler, Geschäftsführer der Kuffler-Gruppe, erklärte in einer Mitteilung des Unternehmens: „Mein Bruder und ich sind zutiefst erschüttert. Menschen, denen wir selbst in privaten Belangen zur Seite standen, haben uns über viele Jahre hinweg auf das Perfideste belogen und bestohlen. Es bleiben gewaltige Enttäuschung und zerrüttetes Vertrauen.“

Selbst nach der Corona-Zeit habe sich das Haus nicht finanziell erholt, alle Maßnahmen hätten nichts geholfen, heißt es von den Gastronomen weiter. Deshalb sei der Verdacht immer größer geworden, dass etwas nicht stimme.

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