Im Zentrum der Stadt werden unterdessen Drohnennetze gespannt. Das mobile Netz wird erneut lahmgelegt. Bereits am Dienstag paralysierte eine Internet-Blockade Russlands Hauptstadt. Cafés, Restaurants, Fitnessstudios, Autowaschanlagen, Nagelstudios – nichts ging mehr, weil Bankterminals den Dienst versagten und Kartenzahlungen unmöglich wurden. Kurierdienste, Navigationssysteme, Taxis fielen aus. Nicht einmal SMS oder Anrufe gingen durch.
Dieselbe Situation herrschte auch in Sankt Petersburg. Mobilfunkanbieter hatten bereits im Vorfeld vor Einschränkungen zwischen dem 5. und dem 9. Mai gewarnt. Betroffen sind sogar die sogenannten „weißen Listen“ – Ressourcen, die üblicherweise von Internet-Blockaden ausgenommen sind, etwa staatliche Dienste oder Angebote staatlicher Medien.
Die Empörung der Russen ist groß. „Nichts funktioniert mehr. Wir leben in der Steinzeit“, klagte eine Frau auf TikTok. „5. Mai, 11 Uhr morgens. Du gehst auf die Straße – und dein Telefon ist nur noch ein Ziegelstein“, schimpfte ein junger Mann.
„Ich habe also Steuern gezahlt, damit sie mir mit diesen Steuern das Internet abschalten? Verdammt noch mal – genau das Internet, über das ich Geld verdiene, um Steuern zu zahlen! Habe ich irgendetwas missverstanden?“, fragte ein empörter Immobilienmakler auf Instagram.
„Wozu muss diese Parade überhaupt stattfinden?“, wollte ein anderer Russe auf TikTok wissen. „Man hätte doch einfach sagen können: Angesichts der aktuellen Lage findet die Parade nicht statt. Ich glaube, jeder hätte verstanden, warum.“ Doch für Wladimir Putin ist dies keine Option.











