Zweites Jahr ohne Titel?
Trainingsstreit endet blutig: Chaos bei Real Madrid
Aktualisiert am 07.05.2026 – 18:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Kurz vor dem Clásico gegen Barcelona gerieten zwei Real-Profis beim Training aneinander – einer landete im Krankenhaus. Für den Klub könnte das Spiel am Sonntag die zweite titellose Saison in Folge besiegeln.
Ein Trainingsstreit bei Real Madrid hat Kapitän Federico Valverde ins Krankenhaus gebracht. Laut der spanischen Sportzeitung „Marca“ gerieten Valverde und Aurélien Tchouaméni am Donnerstag aneinander; Valverde erlitt dabei eine Platzwunde.
Auslöser soll gewesen sein, dass Valverde sich zu Beginn der Einheit geweigert habe, Tchouaméni die Hand zu geben. Die Stimmung habe sich während des Trainings hochgeschaukelt. In der Kabine erlitt Valverde dem Bericht zufolge eine Prellung samt Platzwunde – nicht durch einen Schlag seines Teamkollegen, sondern unbeabsichtigt. Mehrere Mitspieler mussten schlichten.
Anschließend soll es eine Krisensitzung gegeben haben. Gegen beide Profis seien Disziplinarverfahren eingeleitet worden, berichtete „Marca“.
Der Vorfall trifft Real Madrid in einer ohnehin schwierigen Phase. Der Klub liegt in der spanischen Liga elf Punkte hinter Barcelona, vier Runden vor Saisonende. Beim Clásico am Sonntag im Camp Nou reicht dem FC Barcelona ein Punkt, um die Meisterschaft vorzeitig zu sichern – für Real wäre es die zweite titellose Saison in Folge.
Unruhe gibt es auch abseits des Trainingsplatzes. Superstar Kylian Mbappé sorgte zuletzt für Verstimmung, nachdem er während seiner Reha einen Kurzurlaub auf Sardinien gemacht hatte. Sein Einsatz gegen Barcelona ist wegen einer Verletzung fraglich. Das Verhältnis Mbappés und anderer französischer Kaderspieler zu Teilen der Mannschaft gilt spanischen Medien zufolge als belastet.
Parallel läuft offenbar die Suche nach einem neuen Trainer. Mehrere spanische Medien berichteten übereinstimmend, Vereinspräsident Florentino Pérez habe José Mourinho per Video ein erstes Angebot unterbreitet. Der Portugiese, derzeit Trainer von Benfica Lissabon, soll nicht abgelehnt, aber Bedingungen gestellt haben – darunter freie Hand bei Personalentscheidungen. Mourinho widersprach den Berichten jedoch zuletzt öffentlich auf einer Pressekonferenz: „Niemand von Real Madrid hat mit mir gesprochen, das kann ich garantieren.“
Amtsinhaber Álvaro Arbeloa übernahm das Traineramt von Xabi Alonso, der nach einem öffentlichen Konflikt mit Vinícius Júnior und Spannungen mit anderen Spielern gehen musste. Neben Mourinho werden laut Medienberichten auch Didier Deschamps, Mauricio Pochettino und Jürgen Klopp als mögliche Nachfolger gehandelt. Klopp schloss eine Rückkehr auf die Trainerbank Ende März jedoch ausdrücklich aus.










