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Home » Was die Bundesregierung und Warken wirklich planen
Wirtschaft

Was die Bundesregierung und Warken wirklich planen

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 5, 2026
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Was die Bundesregierung und Warken wirklich planen

Vorsorgeuntersuchung auf dem Prüfstand

Hautkrebs-Screening: Was die Regierung wirklich plant


Aktualisiert am 05.05.2026 – 19:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Gesundheitsministerin Nina Warken will das kostenlose Hautkrebs-Screening auf den Prüfstand stellen – eine vollständige Abschaffung ist aber nicht geplant. (Quelle: IMAGO/IPON/imago)

Die Zahl der Hautkrebsfälle in Deutschland steigt. Dennoch kommt eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung nun auf den Prüfstand.

Über die Zukunft des kostenlosen Hautkrebs-Screenings bestehen indes weiter Missverständnisse. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren können sich bislang alle zwei Jahre auf Hautkrebs untersuchen lassen. Immer wieder ist zu lesen, dass die Bundesregierung die kostenlose Vorsorge streichen möchte – einer steigenden Zahl an Hautkrebsfällen zum Trotz.

Eine vollständige Abschaffung steht allerdings nicht im Raum. Dies betonte nun der Gesundheitsökonom Ferdinand Gerlach, Vorsitzender der Finanzkommission Gesundheit, im Gespräch mit dem Podcast des „heute journal“. Geplant sei vielmehr eine Weiterentwicklung.

Bislang ist das anlasslose Screening für alle Versicherten über 35 Jahren kostenlos. Die hierfür anfallenden Kosten in Höhe von 35 Euro übernimmt die Krankenkasse. Künftig könnten jedoch nur noch die Kosten für bestimmte Risikogruppen übernommen werden. So steht es auch im Gesetzesentwurf zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz.

Geplant ist, dass der Gemeinsame Bundesausschuss seine Krebsfrüherkennungs-Richtlinie „anhand des aktuellen medizinischen-wissenschaftlichen Wissensstands“ überprüft und gegebenenfalls in ein risikobasiertes Hautkrebs-Screening überführt.

Überprüft werden soll dabei unter anderem die bestehende Altersgrenze, die Beschränkung auf bestimmte Zielgruppen, aber auch die Intervalle der Untersuchungen von derzeit alle zwei Jahre. Bis Ende 2027 soll die Untersuchung abgeschlossen werden.

Laut Gerlach sei die Art und Weise, wie die Krebsfrüherkennungsuntersuchung durchgeführt werde, zu ineffektiv. „Es gibt Wartezeiten in den Hautarztpraxen. Die gibt es unter anderem deshalb, weil dort Hausärzte damit beschäftigt sind, Gesunde zu untersuchen“, bemerkte er.

Gerlach sagte zudem, dass Deutschland das einzige Land weltweit sei, das ein anlassloses kostenloses Hautarzt-Screening anbiete. Selbst in Ländern mit stärkerer Sonneneinstrahlung und höheren Hautkrebsraten wie Australien bestehe ein solches Angebot nicht.

„Wir müssen uns fragen – und das ist ein Gesamtproblem in unserem Gesundheitssystem: Wo wollen wir die Mittel und die Zeit, die ärztliche Arbeitszeit, so einsetzen, dass wir möglichst viel Gesundheit erreichen“, sagte Gerlach. Schließlich würden Patienten mit anderen Problemen wie Schuppenflechten oder Neurodermitis keine Termine erhalten.

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