Unglück am Hexentanzplatz
Senior stürzt von Aussichtspunkt ab
04.05.2026 – 08:54 UhrLesedauer: 1 Min.
Hoch über einem Tal erhebt sich im Harz der sogenannte Hexentanzplatz, Touristen strömen zur Aussichtsplattform. Plötzlich geschieht es.
Ein 81 Jahre alter Mann ist im Harz von einem beliebten Aussichtspunkt in die Tiefe gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, fiel der Senior am Sonntag gegen 11 Uhr vom Hexentanzplatz in Thale.
Die Plattform liegt auf einer Höhe von rund 450 Metern über dem Bodetal in Sachsen-Anhalt. Der 81-Jährige stürzte ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge etwa acht Meter ab, dann blieb er in einem Baum auf einem Felsvorsprung hängen.
Bergwacht, Rettungsdienst und Feuerwehr hätten den Mann erfolgreich aus dem Baum retten können. Der Senior sei mit lebensbedrohlichen Verletzungen zur weiteren medizinischen Behandlung mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum geflogen worden.
Wieso der Mann stürzte, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, teilte die Polizei mit.
Der Hexentanzplatz ist einer von mehreren Orten im Harz, der rund um den 1. Mai und die Walpurgisnacht besonders viele Besucher anlockt. Zu den Hochburgen zählen neben Thale, Schierke oder Wernigerode in Sachsen-Anhalt auch Braunlage, St. Andreasberg oder Hahnenklee auf niedersächsischer Seite. Die Orte werden dazu bereits Wochen vor den Feierlichkeiten mit Hexenpuppen und anderen gruseligen Dekorationen geschmückt.
2024 war ein Jugendlicher am Hexentanzplatz in den Tod gestürzt: Damals hieß es, der 17-Jährige sei offenbar über ein Geländer geklettert, um eine Gruppe zu fotografieren.










