Traurige Bilanz
Kanaren: Schon 20 Badetote bis Ende April
03.05.2026 – 09:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Auf den Kanaren ignorieren viele Menschen die Warnbeflaggung bei rauer See. 20 Personen bezahlten damit 2026 schon mit dem Leben.
Auf den Kanarischen Inseln sind in den ersten vier Monaten des Jahres 20 Menschen ertrunken. Insgesamt stieg die Zahl der von Badeunfällen betroffenen Personen mit 62 um 27 Prozent im Vergleich zum Jahr 2025. Das meldete die Küstenwacht-Initiative „Canarias, 1.500 Km de Costa“. Viele Unglücke passierten trotz klarer Warnungen, heißt es von der Organisation.
Die meisten Todesopfer seien an Tagen ins Wasser gegangen, an denen offizielle Warnungen oder Vorwarnstufen wegen gefährlicher Küstenbedingungen galten. Dies sei auch durch entsprechende rote oder gelbe Beflaggung angezeigt worden.
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Unter den Todesopfern waren laut „Canarias, 1.500 Km de Costa“ neun Ausländer und drei Spanier, bei acht weiteren Badetoten ist die Nationalität unklar. Die meisten Unfälle geschahen an Stränden (57 Prozent). Weitere 26 Prozent ereigneten sich in Häfen oder anderen Küstenbereichen, elf Prozent in natürlichen Meeresschwimmbecken und sechs Prozent in Schwimmbädern.
Sieben Todesfälle wurden als „sonstige Fälle“ eingeordnet, heißt es weiter. Dazu zählen etwa ein abgestürzter Paraglider sowie Menschen, die durch Wellen ins Wasser gerissen wurden. Je zwei Opfer waren Taucher beziehungsweise Angler.
Im April selbst gab es bisher einen tödlichen Unfall, so die Küstenwächter. Zudem seien vier Menschen in kritischem Zustand und drei schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Zwei Personen erlitten den Angaben zufolge mittelschwere Verletzungen, zwei weitere blieben unverletzt.
„Canarias, 1.500 Km de Costa“ warnt: „In 90 Prozent der tödlichen Unglücke hielten sich die Betroffenen im Wasser auf, obwohl offizielle Warnungen vor gefährlichen Bedingungen bestanden. Starker Wellengang und raue See können auch erfahrene Schwimmer schnell in Lebensgefahr bringen. Halten Sie sich die Warnungen.“









