Frühling in Bremen
In diesem Künstlerdorf gelingt die Flucht aus dem Alltag
Aktualisiert am 01.05.2026 – 02:46 UhrLesedauer: 3 Min.
Kein Massentourismus: Das kleine Künstlerdorf Worpswede verblüfft Besucher stets aufs Neue. So facettenreich ist kaum ein anderer Ort in Niedersachsen.
Elbe, Weser und Moor prägen die Landschaft, Künstler und ihre Werke den Ort: Worpswede mag nicht jeder und jedem ein Begriff sein, einen Besuch hat das kleine Künstlerdorf aber in jedem Fall verdient. Denn hier finden Urlauber fast alles: Erholung, Kunst und Kultur, wunderschöne Landschaften, Historie und auch Gastronomie. Was hingegen fehlt: Touristenmassen. Denn der schnuckelige Ort gilt trotz der namhaften Künstler noch immer als Geheimtipp.
Erstmals im Jahr 1218 urkundlich erwähnt, entwickelte sich Worpswede in den vergangenen Jahrzehnten zu einem wahren Hotspot für namhafte Künstler. Unter ihnen finden sich die Maler Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Hans am Ende. Auch Bernhard Hoetger, Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler und die Malerin Paula Modersohn-Becker prägen den Ort bis heute. Zum Teil sind sie Gründer und Gründerinnen der dortigen Künstlerkolonie. Noch heute gibt es eine Reihe von Ateliers, Galerien und Werkstätten im Ort.
Kunst prägt diesen Ort, wie wohl kaum einen zweiten. Das sieht man auch architektonisch. Historische Bauernhöfe und enge Kopfsteinpflasterstraßen sind charakteristisch für Worpswede, hinzukommen zahlreiche ausgefallene Häuser, wie die „Käseglocke“.
Das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers Edwin Koenemann ist heute ein Museum. Auch das Heinrich-Vogeler-Museum im Barkenhoff ist einen Besuch wert, allein von außen lohnt ein Blick auf das 1835 erbaute Gebäude.
Doch vor allem im Inneren haben die verschiedenen Einrichtungen einiges zu bieten. Insgesamt gibt es im Ort nördlich von Bremen sechs Museen. Vier der Museen – darunter Barkenhoff, Große Kunstschau, Haus im Schluh und Worpsweder Kunsthalle – gehören zum Museumsverbund und stimmen ihre Ausstellungen jeweils aufeinander ab. Hinzukommen die Einrichtungen „Käseglocke“ und das Museum am Modersohn-Haus.
Worpswede lässt sich natürlich auch mit dem Auto erreichen, wesentlich entspannter und vor allem interessanter ist hingegen die Anfahrt mit dem Rad. Eine Vielzahl von Radwegen führt in den Ort, am bekanntesten ist jedoch die sogenannte Worpswede-Runde. Sie führt von Bremen in das Künstlerdorf und zurück und ist etwa 64 Kilometer lang. Mehr dazu lesen Sie hier.










