ARD-Umfrage
Großteil der Berliner findet Wohlstand ungerecht verteilt
27.04.2026 – 11:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Nur 15 Prozent halten die wirtschaftliche Lage im Land für gerecht – das zeigt eine repräsentative Befragung. Wie denken Berliner und Brandenburger davon?
81 Prozent der Deutschen halten den wirtschaftlichen Wohlstand im Land für ungerecht verteilt. Nur 15 Prozent bewerten die Verteilung als gerecht – das zeigt eine Umfrage von infratest dimap im Auftrag der ARD vom April 2026.
Das Ungerechtigkeitsgefühl zieht sich durch alle Alters- und Einkommensgruppen. Besonders ausgeprägt ist es in Berlin und Brandenburg. Dort halten nur 8Prozent der Befragten die Verteilung für gerecht. 90 Prozent der Menschen empfinden die Lage als ungerecht.
Ähnlich sieht es in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aus. Dort halten nur 7 Prozent die Wohlstandsverteilung für gerecht, 90 Prozent für ungerecht.
Viele bundesweit Befragte sprechen sich für eine stärkere Besteuerung von Vermögen und Erbschaften aus. 64 Prozent befürworten eine Rückkehr zur Vermögensteuer, die seit 1997 nicht mehr erhoben wird. In Berlin und Brandenburg findet die Einführung einer Vermögenssteuer den größten Zuspruch im deutschlandweiten Vergleich. Insgesamt 70 Prozent halten das für richtig, 26 Prozent für falsch.
Beim Thema Sozialleistungen für Zugewanderte zeigt sich eine andere Mehrheit: Zwei Drittel stimmen der Aussage zu, Migranten sollten erst dann Anspruch auf Sozialleistungen erhalten, wenn sie längere Zeit in Deutschland gearbeitet haben. In Berlin und Brandenburg sieht das ähnlich aus. 68 Prozent befürworten die Aussage, 26 Prozent sehen das nicht so.
Konkrete Einschnitte in einzelne Versicherungszweige finden wenig Rückhalt. Kürzungen bei der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung hält jeweils nur eine kleine Minderheit für richtig. In Berlin und Brandenburg ist die Ablehnung dagegen bundesweit am höchsten. 62 Prozent halten das für falsch, nur 24 Prozent für richtig.
Für die Umfrage befragte infratest dimap zwischen dem 7. und 14. April 2026 bundesweit 2.084 Menschen ab 16 Jahren per Telefon und online. Ergänzt wurde sie durch eine Online-Mitmachaktion der ARD, an der sich mehr als 70.000 Menschen beteiligten.











