750-Millionen-Euro-Deal
Nach Lieferando: Berliner Gründer landen zweiten Mega-Deal
24.04.2026 – 04:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Berliner Start-up für 750 Millionen Euro verkauft: Adyen übernimmt Talon.One. Für einen der Gründer ist es bereits der zweite spektakuläre Exit.
Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen übernimmt die Berliner Softwarefirma Talon.One für 750 Millionen Euro. Das Unternehmen entwickelt Software für Rabattaktionen, Gutscheine und Treueprogramme und wird von mehr als 300 Unternehmen weltweit genutzt, darunter Adidas, Sephora und Panera Bread. Die Transaktion soll aus vorhandenen Barmitteln finanziert und in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.
Für Mitgründer Christoph Gerber ist es bereits der zweite große Exit: 2014 verkaufte er gemeinsam mit Mitgründern den Essenslieferdienst Lieferando für rund 63 Millionen Euro an den niederländischen Konkurrenten Takeaway, wie die „Bild“ berichtet. Die Idee für Talon.One entstand damals aus einem eigenen Problem, sein Team kämpfte bei Lieferando selbst mit der Organisation von Rabattaktionen.
Adyen, das unter anderem mit Meta, Uber, H&M und Microsoft zusammenarbeitet, will mit der Übernahme sein Geschäft mit personalisierten Angeboten ausbauen. „Mit Talon.One kann ein Händler einen potenziellen Käufer erkennen und sofort ein relevantes Angebot anwenden, bevor die Zahlung abgeschlossen ist, was letztendlich zu einem höheren Umsatz führt“, erklärte Adyen-Co-CEO Ingo Uytdehaage. Die Gründer ergänzen: „Gemeinsam können wir Kundenverhalten in Echtzeit mit Preisen und Angeboten verknüpfen – online und im Laden.“
Bis Ende 2026 soll Talon.One rund 60 Millionen Euro an jährlich wiederkehrendem Umsatz erreichen.










