„Hat das Gefühl, er ist was Besseres“
Nach Derby: HSV-Profi attackiert Schiedsrichter
19.04.2026 – 12:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Der HSV verliert das Derby in Bremen. Nicolai Remberg kritisiert im Anschluss den Schiedsrichter. Der kann den Ärger um seine Entscheidungen nachvollziehen.
Das Nordderby zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV (3:1) hat auch noch nach dem Schlusspfiff eine Menge Gesprächsstoff geliefert. HSV-Profi Nicolai Remberg attackierte bei Sky Schiedsrichter Dr. Florian Exner.
„Es ist immer mühsam, irgendwas gegen den Schiri zu sagen“, sagte der 25-Jährige mit Blick auf die entscheidenden Spielszenen, darunter eine Rote Karte gegen Philip Otele. Dann erklärte Remberg hinsichtlich Exner: „Ich habe das Gefühl, er explizt hat manchmal das Gefühl, er ist was Besseres. Man fragt immer ruhig und vernünftig und man wird immer weggeschickt. Und immer patzige Antworten.“
Gerade in solch einem hitzigen Spiel brauche es jemanden, „der auch mal Ruhe ausstrahlt“, so Remberg. Die Schuld für die Niederlage wollte er wiederum nicht bei Exner suchen. „Das will ich auch gar nicht, das mache ich nicht. Man muss sich an die eigene Nase packen“, sagte der Ex-Kieler. Die Rote Karte gegen Otele könne er „irgendwo sogar nachvollziehen“. Die Kommunikation mit dem Schiedsrichter habe ihm aber gefehlt.
Otele war nach einem Tritt auf das Bein von Bremens Cameron Puertas vom Feld gestellt worden. Exner hatte sich die Szene zuvor am Monitor am Spielfeldrand noch einmal angeschaut und dann auf grobes Foulspiel entschieden.
HSV-Coach Merlin Polzin gab im Sky-Interview an, mit dem Referee nach dem Spiel gesprochen zu haben. Für den 35-Jährigen hätte es keine Rote Karte geben dürfen. „Er trifft ihn zwar am Schienbein, aber das liegt nur daran, dass der Bremer Kollege schon am Boden liegt“, sagte Polzin. „Da ist absolut keine böse Absicht dabei.“
Exner wiederum konnte den Ärger der Hamburger durchaus nachvollziehen. „Ich kann verstehen, wenn jetzt gesagt wird: Das ist nicht die klarste Rote Karte der Welt. Ich glaube, so ehrlich muss man auch sein“, stellte der 35-Jährige im Sky-Interview klar. „Wir haben am Ende aber ein klares Trefferbild und der Spieler geht einfach das Risiko. Wir müssen als Schiedsrichter auch die Spieler schützen.“ Die Rote Karte bezeichnet Exner deshalb auch als die „bessere Entscheidung“.










