Panne zum Frühlingsfest
KI entwirft Maßkrug – und schreibt „Grüß Gott“ falsch
18.04.2026 – 11:07 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Jubiläumskrug der Mini-Wiesn trägt ein Lebkuchenherz mit Schreibfehler – die KI ließ das „ß“ weg. Die Schausteller wussten es und wählten den Entwurf trotzdem.
Für den Maßkrug des Münchner Frühlingsfests 2026 setzten die Schausteller erstmals auf KI – und das Ergebnis sorgt für mehr Aufmerksamkeit als geplant. Auf dem Lebkuchenherz des Kruges steht „Grüs Gott“ statt „Grüß Gott“. Das „ß“ fehlt. Die KI erzeugte außerdem ein Riesenrad mit leichtem Schlag, das eine Art Achter beschreibt, und eine Frau, die drei ineinander fließende Maßkrüge hält.
Man habe den Schreibfehler gesehen und sich dennoch für den Entwurf entschieden, sagte Yvonne Heckl, Sprecherin der Münchner Schausteller. „Es gibt eine künstlerische Freiheit.“ Der Entwurf stamme von einer Münchnerin und habe unter allen Einsendungen am besten gefallen, so Heckl. Darunter seien auch Dutzende Vorschläge von Kindern gewesen.
Anders als beim offiziellen Wiesn-Maßkrug der Stadt München sei KI beim Frühlingsfest-Krug nicht verboten, erklärte Heckl. Laut ihr gibt es nur 1.000 Exemplare. Verkauft werde der Krug nicht – er gehe als Geschenk etwa an Helfer. In den sozialen Netzwerken hat der Maßkrug mit dem Fehler bereits für einigen Spott gesorgt.
Die Medienresonanz nimmt sie gelassen: „Die Werbung ist unbezahlbar, die hätt“ ich mir nie leisten können.“










