Osterferien illegal verlängert
Eltern müssen „empfindliche Geldbußen“ zahlen
14.04.2026Lesedauer: 1 Min.
Mit dem Ende der Schulferien fallen die Flugpreise oft abrupt. Wer denkt, das zum Sparen nutzen zu können, hat sich möglicherweise geirrt.
Die Grenzpolizeiinspektion Memmingen hat nach dem Ende der Osterferien zahlreiche Eltern erwischt, die die Schulferien ihrer Kinder illegal verlängert haben. Wie die Beamten mitteilten, fielen am Montag am Flughafen Memmingen im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben insgesamt zehn Erziehungsberechtigte auf, die mit ihren Kindern einen Tag zu spät aus dem Urlaub zurückkehrten.
In allen Fällen seien die Kinder wahrheitswidrig von ihren Eltern in den jeweiligen Schulen krankgemeldet worden, teilte die Grenzpolizeiinspektion mit. Die Verstöße gegen die Schulpflicht seien im Rahmen der regulären Einreisekontrollen am Flughafen festgestellt worden.
Die Erziehungsberechtigten müssen nun mit „empfindlichen Geldbußen“ rechnen, teilten die Beamten weiter mit. Genaue Angaben zur Höhe machten sie dabei nicht.
Schulschwänzen kann in Deutschland als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Die einzelnen Bundesländer sind dabei unterschiedlich streng, die Höhe der Bußgelder variiert. Zudem kommt es darauf an, wie viele Fehltage zusammenkommen, ob es sich um einen Wiederholungsfall handelt und wie die zuständige Behörde den Verstoß bewertet.
Laut der Webseite „Bußgeld-Info“ können in Bayern insgesamt bis zu 1.000 Euro fällig werden. Berlin verlangt demnach sogar bis zu 2.500 Euro, in Nordrhein-Westfalen sind es 80 bis 150 Euro pro Tag und in Baden-Württemberg bis zu 300 Euro pro Tag.









