Teurere Tickets, düstere Aussichten
Zoo-Chef spricht Klartext: Köln droht ein teures Problem
16.04.2026 – 06:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Kölner Zoo erhöht die Eintrittspreise drastisch – und der Vorstand gibt zu: Die bisherige Struktur trägt die Kosten nicht mehr. Was das für den Zoo bedeutet.
Der Kölner Zoo führt ab diesem Donnerstag eine neue Preisstruktur ein. Tickets an der Zoo-Kasse werden bis zu 6,50 Euro teurer. Doch die Erhöhung ist nur Symptom eines tieferliegenden Problems – und Zoo-Vorstand Christopher Landsberg macht keinen Hehl daraus.
„Mit unserer derzeitigen Eintrittspreisstruktur sind wir nicht mehr in der Lage, unsere Kosten in Zukunft zu decken“, sagte Landsberg dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dabei hatte der Zoo im Jahr seines 165-jährigen Bestehens im vergangenen Jahr sogar einen Besucherrekord von rund 1,3 Millionen Gästen verzeichnet. Trotzdem schloss der Zoo das Jahr mit einem negativen Ergebnis ab: das Minus beträgt laut Zoo knapp 160.000 Euro.
Unter Druck gerät der Zoo von zwei Seiten: Die Betriebskostenzuschüsse der Stadt Köln sinken. Lange betrug der jährliche Zuschuss 3,5 Millionen Euro, 2025 waren es nur noch 3,3 Millionen; bis 2029 soll er auf unter drei Millionen Euro sinken. Gleichzeitig steigen die Kosten. „Trotz des erfolgreichen Jahrs laufen uns die Kosten davon“, sagte Landsberg. Die größten Steigerungen gäbe es bei Personal-, Energie- und Baukosten.
An der Tageskasse zahlen Erwachsene ab sofort 29,50 statt bisher 23 Euro. Ermäßigte Tickets für Azubis, Studenten, Schwerbehinderte und Schüler bis 18 Jahre steigen von 17 auf 23 Euro. Kinder zahlen künftig 15 statt 11 Euro. „Wer an der Kasse kauft, kauft am teuersten“, sagt Landsberg.
Wer online bucht, kann sparen: Der Preis bewegt sich dann dynamisch zwischen 22,50 und 29,50 Euro – abhängig von Nachfrage, Buchungszeitpunkt und Wochentag. Wer früh bucht, hat gute Chancen auf einen günstigeren Preis als bisher. „Wir können dadurch besser planen, wie wir an einem Tag ausgelastet sind und können damit den Personaleinsatz an der Kasse oder in der Gastronomie besser steuern“, sagt Landsberg. Planbarkeit senke Kosten. Ein weiterer Vorteil: Das Online-Ticket gilt auch als VRS-Ticket.











