Aus gesundheitlichen Gründen
Linken-Co-Chef Jan van Aken will Amt im Juni niederlegen
Aktualisiert am 15.04.2026 – 17:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Linken-Co-Chef Jan van Aken gibt seinen Posten auf. Gesundheitliche Gründe zwingen ihn zum Rückzug vom Parteivorsitz.
Jan van Aken, Co-Vorsitzender der Linken, wird sein Amt zum Parteitag der Linken im Juni aus gesundheitlichen Gründen niederlegen – und nicht erneut antreten. Das teilte van Aken in Berlin mit.
„Anders als bislang geplant, kann ich leider im Juni auf dem Bundesparteitag der Linken nicht wieder als Parteivorsitzender antreten. Aus gesundheitlichen Gründen muss ich mein Amt im Juni niederlegen“, heißt es in dem Statement. „In der nächsten Zeit werde ich mich verstärkt um meine Gesundheit kümmern müssen. Aber es besteht kein Grund zu größerer Sorge um mich, es ist keine lebensbedrohliche Krankheit. Trotzdem muss ich auf mich aufpassen.“
Er werde nicht komplett ausfallen, so van Aken weiter. „Das Mandat im Bundestag werde ich bis zum Ende der Legislatur ausüben und weiterhin der Partei zur Verfügung stehen, im Rahmen des dann Möglichen.“ Er war über die Hamburger Landesliste in das Parlament eingezogen.
Seit Oktober 2024 ist van Aken gemeinsam mit Ines Schwerdtner Linken-Chef, bei der Bundestagswahl 2025 war er gemeinsam mit Heidi Reichinnek Spitzenkandidat seiner Partei. Im Herbst 2024 steckte die Partei mit Umfragewerten von nur noch zwei bis drei Prozent in einer tiefen Krise. Dem Duo gelang jedoch für die Partei die Wende. Bei der Bundestagswahl 2025 zog die Linke mit 8,8 Prozent wieder ins Parlament ein.
„Mir fällt dieser Schritt sehr schwer, weil ich es immer anders geplant hatte“, erklärte van Aken weiter und dankte Schwerdtner für die Zusammenarbeit. „Ich finde, die Partei ist auf einem guten Weg.“ Die Linke habe bei allen vier Wahlen in diesem Jahr deutlich zugelegt. Anders als von der Partei erhofft, scheiterte sie jedoch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an der Fünf-Prozent-Hürde.











