Streit über Olympia
Burmester und Böhmermann wollen sich treffen
14.04.2026 – 13:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Ihr Schlagabtausch über Olympia am Rhein hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht. Jetzt wollen sich der Kölner OB und Jan Böhmermann treffen.
„Da die Terminlage sowohl bei Herrn Burmester, als auch bei Herrn Böhmermann in den kommenden Tagen sehr dicht ist, klappt das Treffen leider nicht mehr vor Sonntag“, so der Stadtsprecher. Das Gespräch solle aber „noch im April stattfinden.“
Am 19. April endet der Ratsbürgerentscheid, bei dem Kölnerinnen und Kölner über die Beteiligung ihrer Stadt an der NRW-Olympiabewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 abstimmen können. Köln gilt als unverzichtbare „Leading City“ der Bewerbung – ohne ein Ja aus der Domstadt und aus Düsseldorf ist eine NRW-Kandidatur hinfällig.
Den Anstoß für das geplante Treffen hatte Böhmermann selbst gegeben. In der jüngsten Folge seines Podcasts „Fest & Flauschig“ schlug der ZDF-Satiriker, der sich klar gegen die Kölner Olympiabewerbung positioniert hat, die klassisch kölsche Lösung vor: „Ich will nicht den Bürgermeister beleidigen. Ey, Herr Bürgermeister, ich komm bei Ihnen vorbei, wir können schönes Kölsch trinken.“
Burmester hatte das Gesprächsangebot dem Vernehmen nach grundsätzlich angenommen – nachdem er Böhmermanns Kritik zuvor öffentlich kommentiert hatte. Der SPD-Politiker hatte Böhmermann zuvor als Teil der deutschen „Nein-Fraktion“ bezeichnet. Böhmermann wiederum hatte Burmester als „fucking Bürgermeister“ tituliert und auf dessen frühere Rolle als DOSB-Vorsitzender bis 2024 verwiesen – als Erklärung dafür, warum Köln überhaupt in die Olympia-Pläne eingespannt worden sei.










