1. FC Köln
El Mala knackt Podolski-Rekord und deutet Abschied aus Köln an
12.04.2026 – 20:39 UhrLesedauer: 3 Min.
Said El Mala hat den 1. FC Köln gegen Werder Bremen einen großen Schritt näher an den Klassenerhalt geführt. Nach dem Abpfiff deutete der 19-Jährige seinen Abschied an.
Es lief die 7. Spielminute, als die Fans des 1. FC Köln im Rheinenergiestadion den Atem anhielten. Den Geißböcken war gerade ein Elfmeter zugesprochen worden, doch den Schützen hatte noch niemand in Müngersdorf einen Strafstoß ausführen sehen. Said El Mala schnappte sich mit seinen gerade einmal 19 Jahren die Kugel – und blieb eiskalt.
El Mala verwandelte sicher mit rechts gegen die Laufrichtung von Bremens Torhüter Mio Backhaus. Das 1:0, die so wichtige Führung – und El Mala machte mit seinem elften Saisontor gleich einmal einen Rekord perfekt. Noch nie hat ein Teenager im FC-Trikot in der Bundesliga diese Torquote erreicht. Nicht einmal Lukas Podolski, den El Mala als Rekordhalter ablöste.
„Wenn man Rekorde knackt, die von Poldi waren, ist das schon etwas Besonderes. Ich sehe es als Bestätigung für die Leistung – und hoffe, dass es irgendwann noch jemand toppen kann“, sagte El Mala hinterher stolz. Und verriet, dass es sein erster Elfmeter überhaupt im Profifußball war. Nie zuvor, auch nicht bei Viktoria Köln in der 3. Liga, hatte El Mala einen Elfmeter ausführen dürfen. „Das war auch Druck, da bin ich ehrlich – es war keine leichte Entscheidung, den zu schießen. Aber ich hatte Bock, wollte wieder ein Tor machen.“
Auch dank El Malas Führungstor darf der FC nun auf den Klassenerhalt hoffen. Dank des Sieges ist der Vorsprung auf den FC St. Pauli (Relegationsplatz 16) auf fünf Punkte angewachsen – vor dem wohl entscheidenden Spiel am kommenden Freitag am Millerntor. Dann wird es auch wieder an El Mala liegen, ob die Geißböcke feiern dürfen.
Doch wie geht es darüber hinaus mit El Mala weiter? Bei DAZN sagte er auf Nachfrage zunächst: „Tatsächlich schiebe ich das beiseite. Wir haben vertrauliche Gespräche mit Thomas Kessler, wir sind ehrlich zueinander, offen zueinander.“ Wichtig sei erst einmal der Abstiegskampf. „Wir haben noch ein paar Spiele zu spielen, die extrem wichtig sind für den Verein. Wenn es so weit ist, wird sich schon etwas finden.“
Später in der Mixed Zone wurde er auf seinen Vier-Jahres-Vertrag angesprochen und ob er sich vorstellen könne, die vier Jahre in Köln zu bleiben. Die Antwort des 19-Jährigen war vielsagend: „Wir haben noch fünf Spiele zu gehen, da gebe ich alles. Die Lust ist extrem groß hier zu spielen, aber ich kann ich nicht sagen, was passiert.“










