Studie zur regionalen Kaufkraft
Berliner können sich bundesweit am wenigsten leisten
12.04.2026 – 14:47 UhrLesedauer: 1 Min.
Hohe Preise und ein nur mittelmäßiges Einkommen machen Berlin zum Schlusslicht. Real bleiben den Hauptstädtern weniger als in jedem anderen Bundesland.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hat Berlin im Bundesländervergleich auf den letzten Platz bei der realen Kaufkraft gesetzt – obwohl das nominale Einkommen der Hauptstädter immerhin Rang zehn erreicht.
Das Preisniveau in Berlin liegt dem IW Köln zufolge mehr als sechs Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Nur Hamburg ist noch teurer. Weil das Einkommen diesen Aufschlag nicht ausgleicht, bleibt am Ende weniger übrig als in jedem anderen Bundesland.
2023 hatten Berliner im Schnitt netto 26.208 Euro jährlich zur Verfügung. Nach Abzug des Preisniveaus kamen sie dem IW Köln zufolge auf ein reales Einkommen von 24.656 Euro – der niedrigste Wert im Ländervergleich.
Am anderen Ende der Skala steht Bayern. Dort trifft das höchste nominale Einkommen auf das drittteuerste Preisniveau. Das ergibt laut IW Köln eine bereinigte Kaufkraft von 30.396 Euro.
Die Auswertung basiert auf regionalen Preisdaten des IW Köln, verknüpft mit Einkommensdaten des Statistischen Bundesamtes. Beide Datensätze stammen aus dem Jahr 2023 – aktuellere valide Einkommensdaten lagen nach Angaben des IW Köln nicht vor. Mit einer früheren IW-Studie zum selben Thema sind die Ergebnisse laut Institut nur eingeschränkt vergleichbar. Damals führte Starnberg die Rangliste an, jetzt liegt Heilbronn vorn.










