Größter Fund seit 20 Jahren
Rentner schmuggelt Kokain – und vergisst den Koffer
Aktualisiert am 10.04.2026 – 13:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Mann vergisst seinen Koffer am Flughafen Nürnberg. Als die Mitarbeiter der Fundstelle sich das Gepäckstück anschauen, werden sie stutzig. Der Zoll spricht von einem nicht alltäglichen Fall.
Zollmitarbeiter haben Ende 2025 am Flughafen Nürnberg in einem Koffer, der auf dem Gepäckband vergessen wurde, 16,5 Kilogramm Kokain entdeckt und sichergestellt. Wie das Zollfahndungsamt am Donnerstag mitteilte, gehört der Koffer einem 72-jährigen Spanier. Er sei aus Ecuador nach Nürnberg geflogen und von dort ohne das Gepäckstück weiter nach Barcelona gereist.
Der Fund ereignete sich laut der Mitteilung bereits im vergangenen November; im Dezember wurde der Mann in Spanien festgenommen. Aus ermittlungstaktischen Gründen habe das Zollamt den Fall erst jetzt öffentlich gemacht. Wie ein Sprecher des Zollfahndungsamts München t-online erklärte, sitzt der Mann seitdem in Spanien in U-Haft. Zum Ermittlungsstand der spanischen Behörden konnte er keine konkreteren Angaben machen.
Der Koffer sei dem Zollamt von Mitarbeitern der Fundstelle des Flughafens gezeigt worden, hieß es in einer Mitteilung. Beim Röntgen des Gepäckstücks habe sich der Verdacht erhärtet, dass sich in dem Koffer Drogen befinden. Nach dem Öffnen fanden die Beamten in dem Koffer in Ziegel gepresstes Kokain.
Der Sprecher des Zolls betonte, dass Drogenfunde in dieser Größenordnung in Bayern eindeutig „nicht zum Tagesgeschäft“ gehörten. Laut Pressemitteilung handelt es sich bei dem Koffer um den größten Kokainfund, den es in Nürnberg in den vergangenen 20 Jahren gab.










