Merz sagt schnelle Hilfe ab
Punkt 12 Uhr: Spritpreise springen steil nach oben
10.04.2026 – 13:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Sprit wird zum Ende der Woche etwas billiger. Doch das Timing entscheidet. Denn pünktlich um 12 Uhr verteuert sich der Liter massiv. Kanzler Friedrich Merz dämpft derweil die Hoffnung auf schnelle Hilfe.
Das Preisrodeo an den Zapfsäulen geht weiter. Nach 12 Uhr kostet Super rund 2,22 Euro, E10 liegt bei 2,17 Euro und Diesel bei 2,38 Euro. Damit ist Super seit Donnerstag um einen Cent billiger, Diesel um zwei. E10 hält den Preis.
Entscheidend bleibt die Uhrzeit. Um 11.50 Uhr kostete Super noch 2,13 Euro, E10 2,08 Euro und Diesel 2,29 Euro. Nur zehn Minuten später sprangen die Preise um bis zu neun Cent nach oben.
Wer die Mittagspause zum Tanken nutzt, zahlt drauf. Nur wer kurz vor zwölf Uhr vorfährt, spart wirklich. Wenige Minuten entscheiden hier über die Kosten einer Tankfüllung.
Zwar war der Ölpreis zunächst deutlich gefallen. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille warnte aber vor falschen Erwartungen:
Trotz der Belastung macht Bundeskanzler Friedrich Merz wenig Hoffnung auf schnelle Entlastungen. Die Regierung berate zwar intensiv, kurzfristige Beschlüsse seien aber nicht zu erwarten, sagte der CDU-Chef in Berlin.
Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) beriet sich am Freitag dennoch mit Wirtschaft und Gewerkschaften über eine mögliche Mobilitätsprämie und einen Preisdeckel.
Für den ADAC ist das Abwarten der Regierung nicht länger hinnehmbar. Während andere EU-Staaten bereits gehandelt hätten, müsse Deutschland nun den Steueranteil auf Kraftstoffe deutlich reduzieren, um die Bürger wirksam zu entlasten.









