Bei Airline-Tochter
Lufthansa einigt sich mit Verdi auf Tarifvertrag
10.04.2026 – 13:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Für die neue Münchner Tochter City Airlines gilt ab sofort ein ausgehandelter Tarifvertrag. Beim Schwesterbetrieb Cityline streikt das Kabinenpersonal derweil weiter.
Während die Kabinengewerkschaft Ufo bei der Lufthansa streikt, hat Lufthansa mit Verdi den ersten Tarifvertrag für die neue Tochtergesellschaft City Airlines mit Sitz in München abgeschlossen. Die Gesellschaft soll künftig zunehmend jene regionalen Zubringerflüge übernehmen, die bislang Lufthansa Cityline erledigte. Dort fordert die Kabinengewerkschaft Ufo einen Sozialplan – wegen der drohenden Schließung des Betriebs.
Der Vertrag gilt für das gesamte fliegende Personal – Kabine und Cockpit. Laut Lufthansa hätten sich die Beschäftigten mehrheitlich für Verdi entschieden. Zuvor hatte das Unternehmen die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt.
Der Tarifvertrag läuft drei Jahre. Vereinbart wurden höhere Gehälter, zusätzliche freie Tage, ein weiterer Urlaubstag und neue Regelungen zur Arbeitszeit. Verdi-Verhandlungsführer Marvin Reschinsky erklärte: „Das waren harte und intensive Verhandlungen, aber sie haben sich gelohnt.
Die Beschäftigten erhalten innerhalb der nächsten Jahre deutlich mehr Gehalt und auch die Arbeitsbedingungen werden trotz des enormen Wachstumspfades Schritt für Schritt verbessert.“
Verdi ist im Lufthansa-Konzern nun bei einem weiteren Betrieb Tarifpartner. Die Gewerkschaft vertritt bereits das Personal bei Discover, Eurowings sowie das Lufthansa-Bodenpersonal. Bei Lufthansa Classic und Cityline vertreten die Spartengewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo das fliegende Personal.








