Seine Frau stützte ihn
Das war der letzte Auftritt von Mario Adorf
Aktualisiert am 09.04.2026 – 12:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Öffentliche Auftritte gab er schon länger nicht mehr. Zuletzt zeigte er sich vor zwei Jahren bei einer besonderen Aufführung.
Am 8. April ist Mario Adorf nach kurzer Krankheit in Paris gestorben. Er gehörte zu den wohl bekanntesten Schauspielern Deutschlands und war auch über die Grenzen hinweg ein Star. Trotzdem ist Adorf bodenständig geblieben. Im Juni 2024 kehrte er zurück zu seinen Wurzeln und besuchte in seiner Heimatstadt Mayen die Burgfestspiele. Es sollte sein letzter öffentlicher Auftritt sein.
Adorf wurde in der Schweiz geboren. Als er drei Monate alt war, musste seine Mutter das Land verlassen und ging mit ihrem Sohn nach Mayen in der Eifel. Als der damals 93-jährige Adorf 2024 seine alte Heimat besuchte, kamen viele Erinnerungen hoch. Beim Treffen mit der damaligen Ministerpräsidentin Marie-Luise Dreyer erzählte er zum Beispiel von seiner Erstkommunion in der Mayener Kirche.
Er machte einen fitten Eindruck, lief ohne Hilfe, trank Sekt und plauderte über alte Zeiten. Nur beim Anstieg eines leichten Berges stützte sich Adorf auf die Schulter seiner Frau. Im Rahmen der Burgfestspiele Mayen schaute er sich das Familienstück „Peterchens Mondfahrt“ an. Dabei musste er unweigerlich an seine Anfänge als Schauspieler denken. Mit Anfang 20 spielte er den Maikäfer Herrn Sumsemann bei den Münchner Kammerspielen. Bei der Premiere zog er sich eine Kopfverletzung zu und musste hinter der Bühne genäht werden. „Und dann habe ich weitergespielt. So etwas vergisst man nicht so schnell“, sagte Adorf in einem SWR-Interview dazu.









