Nach Villen-Brand und Kadyrow-Trip
AfD Hannover bricht mit Influencer Noah Krieger
09.04.2026 – 07:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Noah Krieger gilt als einer der bekanntesten AfD-Influencer Deutschlands. Jetzt wendet sich seine eigene Partei gegen ihn.
Der Landesverband Niedersachsen der AfD hat ein Parteiausschlussverfahren gegen das Mitglied Noah Krieger (bürgerlich Murad Dadaev) eingeleitet. Dies bestätigte die Partei gegenüber dem Recherchekollektiv „Correctiv“ und „iStories“.
Auslöser für das Verfahren sei demnach eine Reise Kriegers in die russische Teilrepublik Tschetschenien im März 2026. Dort habe er an einem Schießtraining mit Spezialeinheiten teilgenommen und ein Treffen mit dem tschetschenischen Machthaber Ramsan Kadyrow sowie dessen engstem Kreis absolviert.
Zudem habe er laut der Recherche einem Regierungsvertreter einen Dolch mit NS-Symbolik überreicht. Die AfD sagte den Recherchenetzwerken, dass das Ausschlussverfahren gegen Krieger laufe und in Kürze darüber entschieden werden solle.
Neben den parteiinternen Konsequenzen stehen auch in Deutschland weitere Vorwürfe im Raum: So wird gegen Krieger wegen der mutmaßlichen Beteiligung an illegalen Autorennen ermittelt. Zudem bleibt der Brand in einer Villa am Schneiderberg im Fokus, der im Dezember 2025 unmittelbar vor einer Zwangsräumung wegen massiver Mietschulden ausbrach. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an; ein politischer Hintergrund wird laut Polizei nicht ausgeschlossen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Krieger, dem auf Instagram mehr als 400.000 Accounts folgen, ist gebürtiger Tschetschene und besitzt nach eigenen Angaben die doppelte Staatsbürgerschaft. Sein Bruder wurde 2009 in Wien wegen der Beteiligung am Mord an einem tschetschenischen Regimekritiker verurteilt. Ob Noah Krieger nach Deutschland zurückkehren wird, ist derzeit unklar.










