Tragödie bei Ostereiersuche
Unglücksbaum sollte gefällt werden
07.04.2026 – 16:54 UhrLesedauer: 1 Min.
Mehrere Menschen sterben am Ostersonntag in einem Waldstück bei Flensburg. Nun gibt es neue Details zu dem Unglücksbaum.
Der am Ostersonntag in Schleswig-Holstein umgestürzte Baum sollte gefällt werden. Das bestätigte der Direktor der Landesforsten des Bundeslandes, Chris Freise, der Deutschen Presse-Agentur. Bei dem tödlichen Unglück kamen drei Menschen ums Leben – das jüngste Opfer war ein zehn Monate altes Baby.
Freise erklärte weiter, dass in dem Waldgebiet südöstlich von Flensburg auf einem Gebiet von etwa 50 Hektar mehrere Bäume zum Fällen markiert waren. Einen konkreten Zeitpunkt für das Fällen des Baumes habe es allerdings noch nicht gegeben: Diese Entscheidung hänge unter anderem von der Witterung oder der Verfügbarkeit von Arbeitern ab.
Gleichzeitig stellte Freise klar: „Die Fällung des Baumes im Waldbestand sollte rein aus waldbaulichen Gründen und nicht zur Herstellung der Sicherheit erfolgen.“ Am Fuß des Baumstamms sei zwar Holzfäule zu erkennen gewesen – allerdings könne noch nicht gesagt werden, inwieweit dies das Umstürzen des Baumes begünstigt habe.
„Bei ausreichenden Windgeschwindigkeiten kann jeder Baum umfallen“, betonte Freise. Brüche und Risse an den Wurzeln wiesen demnach darauf hin, dass der Baum „durch massive äußere Kräfte“ zu Fall gebracht worden sei. Nach aktuellen Erkenntnissen hätten zu dem Zeitpunkt Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde geweht.
Nach dem Baumsturz starben an dem Unglücksort eine 16-Jähriger und eine 21-Jährige. Die zehn Monate alte Tochter der Frau erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.











