Vorfall bei Regionalligaspiel
Hannover-96-Nachwuchsspieler rassistisch beleidigt
06.04.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Zuschauer soll einen Fußballer der der U23 von Hannover 96 beim Auswärtsspiel in Schöningen rassistisch beleidigt haben. Beide Vereine verurteilen den Vorfall – und kündigten Aufklärung an.
Bei der Regionalligapartie der U23 von Hannover 96 bei der FSV Schöningen hat ein Zuschauer den Nachwuchsspieler Montell Ndikom rassistisch beleidigt. Das teilte der Fußballklub nach der Partie seiner U23 bei der FSV Schöningen (1:3) mit. Der Verein aus dem Kreis Helmstedt in Niedersachsen bestätigte den Vorfall und verurteilte das Verhalten des Fans gegenüber dem 21-Jährigen deutlich.
Co-Trainer Timo Struckmeier sagte der „Neuen Presse“, die Partie sei nach dem Vorfall für zehn Minuten unterbrochen worden. Danach habe man sich für eine Fortsetzung entschieden: „Wir haben uns nach Rücksprache mit Monti dann trotzdem entschlossen, weiterzuspielen.“
Ein Sprecher von Schöningen äußerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur schriftlich. „Die gesamte FSV Schöningen verurteilt das Verhalten des Zuschauers aufs Schärfste“, hieß es darin. Nach einer Aktion im Spiel habe es ein Wortgefecht zwischen dem Spieler und einem Zuschauer gegeben, daraufhin habe der Schiedsrichter die Partie unterbrochen. Heimfans bestätigten die rassistische Beleidigung durch den Zuschauer demzufolge auf Nachfrage.
Danach folgte laut Schöningen eine Stadiondurchsage, in der der Vorfall verurteilt wurde. Der Zuschauer sei gebeten worden, das Stadion zu verlassen. „Auch wenn es auf dem Platz als Gegner um Punkte geht, stehen wir in dieser Sache klar an der Seite von Hannover 96 und dem Spieler Montell Ndikom. Daher werden wir weiterhin alles daransetzen, diesen Vorfall aufzuklären“, teilte der Sprecher weiter mit.
Der Heimverein stellte sich öffentlich auf die Seite des betroffenen Spielers. „Auch wenn es auf dem Platz als Gegner um Punkte geht, stehen wir in dieser Sache klar an der Seite von Hannover 96 und dem Spieler Montell Ndikom“, teilte der Sprecher mit. Man werde alles daransetzen, den Vorfall aufzuklären.
Hannover 96 erklärte in seinem Statement, den Fall bewusst an die Öffentlichkeit getragen zu haben. „Bei aller Sensibilität, die der Umgang mit einer solchen Thematik erfordert, waren wir uns gemeinsam sofort einig, dass wir diesen Vorfall nicht einfach hinnehmen können, sondern ihn in den öffentlichen Raum tragen müssen“, heißt es darin.
Der Verein fordert eine konsequente Aufarbeitung: „Rassismus darf keinen Platz haben. Nicht auf dem Rasen, nicht auf der Tribüne – nirgendwo in unserer Gesellschaft.“










