Absturz über der Krim
Moskau bestätigt Tod von Topgeneral
06.04.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein russisches Militärflugzeug ist Ende März auf der Krim gegen eine Felswand geprallt und abgestürzt. Unter den Toten ist auch ein hochrangiger General.
Russische Behörden haben den Tod eines hochrangigen Kommandeurs bestätigt. Generalleutnant Aleksandr Otroshchenko sei unter den Toten, die am 31. März beim Absturz eines Militärtransportflugzeugs vom Typ An-26 auf der von Russland besetzten Krim ums Leben kamen. Das meldet die kremlnahe Nachrichtenagentur Interfax. Otroshchenko war seit 2013 Kommandeur des Luftkorps der russischen Nordmeerflotte.
Die offizielle Bestätigung für den Tod Otroshchenkos kam von Andrei Tschibis, dem Gouverneur der Region Murmansk, in der die Nordflotte stationiert ist. Das Flugzeug mit dem General an Bord stürzte in den Bergen der besetzten Halbinsel Krim ab, keiner der 29 Soldaten an Bord überlebte, so das russische Verteidigungsministerium. Erste Berichte über Otroshchenkos Tod tauchten bereits am 2. April auf – verbreitet vom russischen Dienst der BBC.
Die russischen Ermittlungsbehörden haben ein Strafverfahren eingeleitet. Es geht um Verstöße gegen Flugregeln oder mangelhafte Vorbereitung – geregelt in Artikel 351 des russischen Strafgesetzbuchs. Es liefen zudem Such- und Bergungsarbeiten in dem schwer zugänglichen Berggebiet, in dem die Maschine abgestürzt sein soll. Im Einsatz dabei seien Militärermittler, Rettungskräfte, Polizei und Forensiker, berichtet das Staatsmedium „RIA Novosti Crimea“.
Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass soll das Flugzeug direkt gegen eine Felswand geprallt sein. Bis jetzt gibt es keine direkten Vorwürfe gegen die Ukraine. Auch aus Kiew kam bislang kein Bekenntnis oder ein Hinweis auf Beteiligung. Otroshchenko ist bereits der 14. russische General, der seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 getötet wurde oder unter unklaren Umständen starb.









