Preisspirale nach oben
Spritpreise: ADAC sieht Befürchtung bestätigt
Aktualisiert am 06.04.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Trotz neuer Vorgaben klettern die Spritpreise weiter nach oben. Der ADAC erkennt darin ein Muster, vor dem er zuvor gewarnt hatte.
Die neuen Vorgaben für Spritpreise zeigen nach Einschätzung des ADAC nicht die erhoffte Wirkung. Stattdessen sieht der Automobilclub eine zentrale Befürchtung bestätigt: Mineralölkonzerne könnten die einmal tägliche Preiserhöhung gezielt für Aufschläge nutzen.
Seit dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Preissenkungen bleiben jederzeit möglich. Laut ADAC steigt das Preisniveau seit Einführung der Regelung jedoch kontinuierlich von Tag zu Tag.
Besonders deutlich zeigte sich diese Entwicklung am Osterwochenende. Am Samstag lag der durchschnittliche Dieselpreis bei 2,425 Euro pro Liter und damit mehr als zehn Cent über dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2022. Super E10 kostete im Schnitt 2,184 Euro pro Liter – ein Jahreshoch und nur knapp unter dem Rekordwert aus dem Jahr 2022.
Auch am Ostersonntag nutzten die Anbieter die tägliche Anpassungsmöglichkeit für spürbare Aufschläge. Super E10 verteuerte sich um 7,1 Cent auf durchschnittlich 2,239 Euro pro Liter. Der Dieselpreis stieg um 7,3 Cent auf 2,488 Euro.
Damit lagen die Preise erneut über dem Niveau des Vortags zur gleichen Zeit. Aus Sicht des ADAC deutet dies darauf hin, dass die einmal tägliche Preisanpassung derzeit nicht dämpfend wirkt, sondern den Spielraum für zusätzliche Aufschläge eröffnet.









