Olympia-Bewerbung
Burmester teilt gegen Markus Söder aus – und reagiert auf Böhmermann
06.04.2026 – 10:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Derzeit läuft die Abstimmung über eine Olympia-Bewerbung für Köln und NRW. Oberbürgermeister Torsten Burmester richtet deutliche Worte an Kritiker.
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester hat gelassen auf die Kritik an der geplanten Olympia-Bewerbung von Köln und Nordrhein-Westfalen reagiert. An die Kritiker, darunter unter anderem Satiriker und Moderator Jan Böhmermann, richtete der SPD-Politiker deutliche Worte: „Wir neigen in Deutschland dazu, immer Nein zu sagen – mit dem Hinweis, dass wir eh nichts auf die Kette kriegen. Herr Böhmermann gehört zu dieser Nein-Fraktion“, sagte er der „Welt“.
Böhmermann hatte in seinem Podcast „Fest & Flauschig“ erklärt, dass die Menschen in Köln gar keine Olympischen Spiele ausrichten wollen. Burmester dagegen ist der Meinung, dass die OIympischen Spiele positive Auswirkungen auf die Stadt und das gesamte Bundesland haben könnten. „Man kann gerne über die Bedingungen sprechen. Ich lade Jan Böhmermann gerne zu einem klärenden Gespräch ein.“
Olympia-Bewerbung in Köln und NRW: Schon 30 Prozent aller Wähler haben abgestimmt
Für Burmester steht eine Zustimmung außer Frage: „Ich gehe davon aus, dass wir überall die Mehrheit erreichen. In Köln haben bereits rund 30 Prozent der 814.141 Wahlberechtigten per Briefwahl abgestimmt. Ein starker Zwischenstand.“ Neben Köln bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin um eine mögliche Ausrichtung. In München hatten bereits im Oktober 2025 66,4 Prozent der Wähler für eine Ausrichtung gestimmt.
Hamburg stimmt nach Nordrhein-Westfalen am 31. Mai ab, in Berlin ist ein Bürgerentscheid aufgrund der Verfassung nicht notwendig.
Torsten Burmester reagiert dabei auch auf die Aussagen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, dass München die beste Kandidatur anführe: „Das behauptet Herr Söder bei jeder Gelegenheit. Ich nehme das zur Kenntnis und lade ihn schon jetzt ein, sich beim Besuch der Spiele an Rhein und Ruhr davon zu überzeugen, dass er sich geirrt hat.“ Mit mehr als vier Millionen Menschen seien in NRW mehr Menschen wahlberechtigt als in jeder anderen Region.











