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Home » Kubicki will an die FDP-Spitze
Politik

Kubicki will an die FDP-Spitze

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 5, 2026
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Kubicki will an die FDP-Spitze

Liberale in der Krise

Kubicki will an die FDP-Spitze – Dürr zieht zurück

Aktualisiert am 05.04.2026 – 15:43 UhrLesedauer: 4 Min.

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FDP-Vize Wolfgang Kubicki will an die Spitze seiner Partei. (Archivbild) (Quelle: Uwe Lein/dpa/dpa-bilder)

Wolfgang Kubicki hatte sich schon einmal halb aus der Politik verabschiedet. Nun will er seine Partei aus der Krise führen. Amtsinhaber Dürr macht Platz. Ein anderer aber gibt nicht auf.

Nach der bitteren Serie von Wahlniederlagen sortiert sich die FDP-Spitze neu. Der langjährige Parteivize Wolfgang Kubicki will beim Parteitag im Mai Bundesvorsitzender werden, der amtierende Parteichef Christian Dürr verzichtet. Trotzdem sieht es nach einer Kampfkandidatur aus. Der nordrhein-westfälische Partei- und Fraktionschef Henning Höne bekräftigte am Ostersonntag, dass er ebenfalls antritt.

Kubicki, seit mehr als 50 Jahren in der FDP und inzwischen 74 Jahre alt, hatte eigentlich schon einmal seinen Rückzug aus der Politik angekündigt, als die Liberalen 2025 aus dem Bundestag flogen. Dann entschied er sich um. Damals sagte er mit Blick auf den Parteivorsitz: „Dass ich nicht die Zukunft der Partei bin, das weiß ich selbst.“ Doch auch dies sieht er jetzt anders: „Ich kandidiere“, schrieb Kubicki bei X.

„Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen“, fügte er hinzu. „Deshalb werde ich den Delegierten meiner Partei im Mai ein Angebot machen, bei dem sie sicher sein können: Ich werde alles tun, die Partei wieder erfolgreich zu machen.“ Ähnlich äußerte er sich in der „Bild am Sonntag“.

Jungspund vs. „Schlachtross“

Im März hatte auch der erst ein Jahr amtierende Bundesvorsitzende Dürr erklärt, sich neu um sein Amt bewerben zu wollen. Da war die FDP gerade in ihrem Stammland Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Der gesamte Bundesvorstand kündigte zwar seinen Rücktritt an, bei Dürr aber verbunden mit der erneuten Kandidatur. Nach Kubickis Ansage zog der 48-Jährige nun zurück. Für neue Erfolge der FDP brauche es eine geschlossene Formation, sagte Dürr „Bild“. „Ich leiste meinen Beitrag dazu, unterstütze Wolfgang Kubicki und werde nicht antreten.“

Höne, in etwa halb so alt und vielleicht auch nur halb so bekannt wie Kubicki, gibt hingegen nicht klein bei. Der 39-Jährige bekräftigte auf X: „Mein Angebot an die Partei bleibt bestehen: Die FDP braucht einen Neustart.“ Er freue sich auf den Wettbewerb mit Kubicki. Eine prominente Fürsprecherin hat Höne. Die Europapolitikern Marie-Agnes Strack-Zimmermann stichelte gegen Kubicki, es sei „nicht die Zeit für persönliche Eitelkeiten oder späte Selbstvergewisserung“. Die FDP müsse von einer neuen Generation geführt werden, „nicht nur von alten Schlachtrössern“, meinte die 68-Jährige.

Nach den jüngsten Wahlschlappen sind die Liberalen nur noch in sechs von 16 Landtagen vertreten, nur in Sachsen-Anhalt sind sie noch in der Regierung. Bundesweit liegen sie in Umfragen bei drei Prozent. Die nächsten Landtagswahlen stehen im September in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin an. Doch auch für sie sieht Kubicki derzeit so schwarz, dass er sich auf eine riskante Wette einließ: „Wenn die FDP in Sachsen‑Anhalt oder anderswo im Osten über fünf Prozent kommt und in den Landtag einzieht, lasse ich mir die Haare abschneiden“, sagte er dem „Stern“.

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